Auf geht's in den Garten!

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Cem, Merve, Szymon, Sebastian, Leon, Viktor und Projektleiterin Christiane Bremer bejubeln die erfolgreiche Kartoffelernte. Fotos: Petra Pospiech

"Frau Bremer geht in den Garten! Frau Bremer geht in den Garten!" Wenn dieser "Signalruf" ertönt, sind die kleinen Gartenfreunde der Garten-AG der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule in Recklinghausen nicht mehr zu halten. Dann geht es ab in den Schulgarten. Pflanzen, Säen, Ernten und Unkraut jäten gehören seit drei Jahren zum Schulalltag der Sechsklässler dazu.

Im Jahr 2013 verwirklichte Gesamtschullehrerin Christiane Bremer ihre Idee, eine Garten-AG ins Leben zu rufen. Seither hat sich auf dem Gartengelände der Schule vieles getan.
„Leider erwies sich der Boden des zur Verfügung stehenden Gartenstücks alles andere als geeignet für die Anzucht von Blumen und Gemüse. Auf der mit viel Bauschutt durchsetzen Erde wuchs einfach nichts“, erzählt die leidenschaftliche Hobbygärtnerin. „Doch in Herrn Schmitt, dem städtischen Beauftragten für die Schulsanierung, fanden wir einen tollen Ansprechpartner.“ Er sorgte dafür, dass der steinige Boden gegen guten Mutterboden ausgetauscht wurde, ließ Beete einfassen und den Gartenbereich einzäunen. Seither ist im Schulgarten durch die fleißige Arbeit der Schüler der Klasse 6.3 ein kleines Paradies entstanden.
"Mittlerweile haben auch andere Kollegen mit ihren Schülern Patenschaften für Gartenbeete übernommen“, freut sich die Projektleiterin. „Zudem hatten wir das Glück, dass wir von der Sparkassen-Stiftung im Frühjahr dieses Jahres 675 Euro bekamen. Davon konnten wir ein kleines Gerätehaus mit Gartengeräten, einen Pflanztisch und jede Menge Saatgut und vorgezogene Pflanzen einkaufen.“

Cem, Leon, Merve, Viktor, Sebastian (alle elf Jahre) und Szymon (12) sind mittlerweile Experten im Unkrautziehen. Besonders nach den Sommerferien gibt es viel zu tun, um die Beete vom Unkraut zu befreien. Aufgeregt berichten Cem und Leon, wie sie im Frühjahr kleine Saatkartoffeln mit Abstand in die Erde gesetzt haben. Jetzt freuen sie sich mit den anderen auf die diesjährige Ernte - und die fällt richtig gut aus.
Sebastian findet es spannend zu sehen, wie nach der Aussaat winziger Samenkörnchen richtige Möhren wachsen. Regelmäßig sorgt Leon als spezieller Wasserbeauftragter in der Mittagsfreizeit mit dem Gartenschlauch dafür, dass Sonnenblumen und Gemüse nicht verdursten. Merve, das einzige Mädchen in der Runde, gefällt das Ernten von Erdbeeren, die an Ort und Stelle vernascht werden können.
„Kräuter, Salat und geerntetes Gemüse, wie Kartoffeln, Zucchinis, Bohnen und Möhren bringen wir in unsere Schulküche“, berichtet Szymon und Projektleiterin Christiane Bremer ergänzt stolz: „Beim letzten Schulfest konnten wir über 50 Portionen Kürbis- und Kartoffelsuppe anbieten." Von der Aussaat bis zur Ernte ein eindrucksvolles Projekt, das Schülern zeigt, dass Gemüsesuppe nicht nur aus der Dose kommt.
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