Dunja Hayali beim 14. Vestischen Jahresempfang: Einsatz gegen Hass und Gewalt

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Landrat Cay Süberkrüb mit der Journalistin Dunja Hayali beim Vestischen Jahresempfang im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen. (Foto: Pressestelle Kreis Recklinghausen)

Wie können Politik und Journalismus mit Unzufriedenheit, Hass oder Gewalt in den Medien und der Gesellschaft umgehen? Dieser Frage gingen Landrat Cay Süberkrüb und Gastrednerin Dunja Hayali beim Vestischen Jahresempfang im Ruhrfestspielhaus nach.

Der Jahresempfang stieß in diesem Jahr auf besonders großes Interesse: Weit über 300 Gäste aus Vereinen, Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften und der Politik folgten der Einladung des Landrates. Für die bekannte Journalistin und Fernsehmoderatorin Dunja Hayali war die Veranstaltung im Kreis ein Heimspiel: "Es ist immer wieder schön, zurück zu Hause zu sein und mit den Menschen aus meiner Heimat ins Gespräch zu kommen", sagte die gebürtige Dattelnerin.
Zu den Hauptthemen des Abends zählten der digitale Wandel und das damit einhergehende veränderte Kommunikationsverhalten. Insbesondere die Kommunikation über das Social Web ist dabei oftmals von Hass, Gewalt, Beleidigungen und Fremdenhass geprägt und beeinflusst so die öffentliche Wahrnehmung. Meinungen und falsche Informationen können sich innerhalb von Sekunden verbreiten und eine große Zielgruppe erreichen - unter dem Deckmantel der Anonymität.

"Wir dürfen nicht schweigend und tatenlos zusehen."

"Es ist heute leichter als je zuvor, die Menschen glauben zu lassen, dass sie von negativen Entwicklungen umzingelt sind", sagte Cay Süberkrüb in seiner Rede. Dabei seien es oftmals Ausnahmen und Einzelfälle, die Schlagzeilen in den sozialen Netzwerken auslösen. "Wir müssen mit offenen Augen auf das Ganze schauen - aus allen Blickwinkeln - und dürfen uns nicht auf einzelne Informationskanäle verlassen", betonte der Landrat.
Im Netz gebe es keine Qualitätssicherung von Nachrichten, was wiederum zur Verunsicherung und Unzufriedenheit der Menschen führt. "Journalisten müssen in Zeiten, in denen jeder seine Meinung frei verbreiten kann, versuchen, Orientierung zu bieten", sagte Dunja Hayali. Medien sollten versuchen, Vertrauen zurück zu gewinnen, indem sie auf die Menschen zugehen. Es brauche mehr Transparenz, Bürgerbeteiligungen, Diskussionen und Dialoge.
Darüber hinaus appellierte Dunja Hayali an die Medien, mehr Haltung gegenüber Hasskommentaren, Diskriminierung und Rassismus einzunehmen: "Wir dürfen nicht schweigend und tatenlos zu sehen!"
(Quelle: Pressestelle Kreis Recklinghausen)
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2 Kommentare
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Uwe Schönberger aus Gelsenkirchen | 15.02.2018 | 10:28  
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Bernhard Ternes aus Marl | 19.02.2018 | 16:12  
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