Kuniberg Berufskolleg wird offiziell zur „Fairtrade School“ ernannt

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Vorstandsteam des Weltladens am Kuniberg Berufskolleg: Christel Schürmann-Riewe, Monika Tomazic, Katharina Hemme und Annika Scholz (v.l.).Foto: privat
Das Kuniberg Berufskolleg wird am 22. Mai offiziell zur „Fairtrade School“ ernannt. Bei der Mitgliederversammlung des Weltladens wies die alte und neue Vorsitzende Christel Schürmann-Riewe auf die Auszeichnung hin. Das Zertifikat wird der Schule im Recklinghäuser Rathaus überreicht.

Dem gemeinnützigen Verein, der 1995 gegründet wurde und der von einem Wahlkurs aus der Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums unterhalten wird, gehören zurzeit 58 Mitglieder an. Noch vor dem 20. Geburtstag wird der Weltladen, so die Hochrechnung der 2. Vorsitzenden Monika Tomazic, die magische „Umsatzgrenze“ von 100.000 Euro übersprungen haben.

Hinter dem Laden liegen ereignisreiche Monate. Die Einführung des wöchentlichen Verkaufs fair gehandelter Bananen – jeweils 18 Kilogramm – hat zu einer deutlichen Steigerung des Umsatzes im Lebensmittelbereich gesorgt. Zum Valentinstag wurden faire Rosen angeboten, an Weiberfastnacht Berliner und zum Nikolaustag Stutenkerle.

„Fest etabliert“ hat sich nicht nur nach Auffassung des Weltladen-Vorstands, zu dem neben den beiden Vorsitzenden Katharina Hemme (Kasse) und Annika Scholz (Schriftführung) gehören, das „Faire Frühstück“. Am 20. November hatten 120 Schülerinnen und Schüler eine große Tischgemeinschaft, wobei ausschließlich fair gehandelte Lebensmittel verzehrt wurden.

Direktor Dr. Walter Schulte attestierte dem Weltladen, dass er wesentlich zur Schärfung des Schulprofils beitrage. Der Schulleiter freut sich, dass immer mehr Bildungsgänge die Anliegen des Vereins in unterrichtliche Zusammenhänge integrieren. Dazu haben auch die informativen und didaktisch gut durchdachten Beiträge des Weltladens an zwei Pädagogischen Tagen beigetragen.

Dr. Schulte hält es außerdem für wünschenswert, dass die Kontakte zum Partnerland Peru institutionalisiert werden. Die Möglichkeit eines Schüler- oder Lehreraustausches passe haargenau zur Fremdsprachen-Ausrichtung des Berufskollegs, die sich unter anderem auch in den regelmäßigen vierwöchigen Auslandspraktika widerspiegelt.

Felicitas Esche-Poetsch, die regelmäßig mit Schwester Soledad telefoniert, informierte darüber, dass die peruanische Ordensfrau seit Anfang des Monats wieder in Pangoa wirkt. „Dort hat sie früher schon einmal gearbeitet“, ergänzte Christel Schürmann-Riewe. Die Mitgliederversammlung beschloss, die bestehenden Projekte weiterhin zu fördern – gleichzeitig aber auch die neuen Vorhaben der umtriebigen Schwester Soledad ideell und finanziell zu unterstützen.
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