Verkehrssicherheit: Ein „Crash Kurs“ mit der Polizei

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(Foto: Polizei NRW)

Recklinghausen ist jetzt mit der Veranstaltungsreihe „Crash Kurs NRW“ ins Jahr 2015 gestartet. Die Veranstaltungen finden an den weiterführenden Schulen des Kreises Recklinghausen statt.

Ziel ist es, die Zahl von Verkehrsunfällen - vor allem solche mit jugendlichen Beteiligten - nachhaltig zu senken. In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr rund 550.000 Verkehrsunfälle. Über 500 Menschen werden dabei pro Jahr getötet.

Junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren verursachen überproportional viele der schweren Unfälle. Fast 100 von ihnen sterben jedes Jahr in NRW. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden.

Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern wie Feuerwehren, Krankenhäuser und Notfallseelsorger beim „Crash Kurs NRW“ diesen Wege, da dies eine wirkungsvolle Möglichkeit ist, junge Menschen tatsächlich anzusprechen und dauerhafte, positive Verhaltensänderungen zu bewirken.
Mit einem vergleichbaren Programm hat man bereits seit Jahren gute Erfahrungen in England gemacht. Nach diesem Vorbild wurde auch „Crash Kurs NRW“ entwickelt. Es zeigt mit emotionalen Berichten von Betroffenen und eindringlichen Bildern auf, dass Verkehrsunfälle ihre Ursachen haben. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle nicht einfach passieren, sondern verursacht werden, weil von den Verkehrsteilnehmern Regeln missachtet wurden. Damit sind sie vermeidbar.

Während der „Crash-Kurs“-Veranstaltung berichten Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Notärzte und Notfallseelsorger über die Ursachen sowie über die oftmals schrecklichen Folgen. Und sie erzählen von ihren ganz persönlichen
Erfahrungen, wie sie ortsbezogene Unfälle erlebt haben, wie sie sich bei der Erstversorgung oder dem Überbringen einer Todesnachricht gefühlt haben. Damit sprechen sie direkt die Gefühle an und aktivieren das Vorstellungsvermögen der jugendlichen Zuhörer und können starke Emotionen auslösen.

Direkt im Anschluss an einen „Crash-Kurs“ sollte in der Schule ausreichend Zeit für Gespräche eingeplant werden, um das, was gehört oder auch gesehen wurde, verarbeiten zu können. Hierzu wird den Schulen
Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt, welches durch die Universität zu Köln entwickelt wurde.
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