Das letzte Hemd ist bunt - Veränderungen in der Bestattungskultur

Die EAK Vorstandsmitglieder informierten sich über alternative Bestattungsformen. Von links Hartmut Marks, Bianca Dausend, Benno Siebel, Elke Middendorf, Martin Stoltefuss, Stefan Schafflick, Heide Willimek.
Hartmut Marks, Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU im Kreis-Unna (EAK) hielt vor den interessierten Vorstandsmitgliedern einen Vortrag über die Veränderungen in der Bestattungskultur. Der Titel der Veranstaltung zeigte bereits, dass die Möglichkeiten der Bestattung vielfältig, individueller und zahlreicher geworden sind. „So absurd es klingt, steigen sowohl die Zahlen der individuell gestalteten Bestattungen als auch die der anonymen Bestattungsformen stetig an“, so Marks zu Beginn des Vortrages über die Veränderungen innerhalb der vergangenen Jahre. „Häufig möchten Menschen ihren Kindern mit der Pflege des Grabes nicht zur Last fallen oder es fehlt schlicht und ergreifend das Geld“, so Marks zu zwei möglichen Erklärungsversuchen des Anonymisierungs-Phänomens.

Auch andere Formen der Bestattung stellte der Vorsitzende des EAK vor. Eine in den vergangenen Jahren populär gewordene Bestattungsform ist die unter Bäumen, an welchen der Name des Verstorbenen auf einer Tafel vermerkt wird. Ebenfalls die Seebestattung, mittlerweile unter Mitteilung der genauen GPS Daten, erfreut sich steigender Beliebtheit.

Begrüßenswert empfanden alle Beteiligten, dass mittlerweile eine Bestattung von Tod- und Frühgeborenen, den sogenannten Sternenkindern, möglich ist. „Trauer und Abschied benötigen einen Raum und auch das Andenken, das Gedenken der Verstorbenen sollte an einem Ort möglich sein und dabei darf das Geld nicht die entscheidende Rolle bei der Wahl der Bestattungsform spielen“, so Marks im Hinblick auf die christliche Kultur resümierend .
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