Neue Zuweisungen von Flüchtlingen in Schwerte - 59 Menschen haben neues Quartier bezogen

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Geflüchtete Familien, hier ein Archivbild, haben in Schwerte eine Unterkunft gefunden. (Foto: Schmitz)
Erstmals seit einem halben Jahr hat die Stadt Schwerte in den letzten zwei Wochen wieder durch die Bezirksregierung Arnsberg zugewiesene Flüchtlinge aufgenommen.

Es handelt sich insgesamt um 59 Personen aus Syrien, Tadschikistan, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria sowie aus Russland, die bereits alle Quartier in der Ruhrstadt bezogen haben. „Im Rahmen der neuen Zuweisungen haben nun nahezu ausschließlich Familien in Schwerte ein Obdach gefunden. „Die Bezirksregierung Arnsberg hat insoweit den Wünschen der Stadt Schwerte Rechnung getragen“, so Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler.

Im Juni hatte die Bezirksregierung mitgeteilt, dass die Wiederaufnahme der Zuweisungen an Kommunen unterhalb der Erfüllungsquote von 90 % ab Mitte Juli 2016 erfolgen werde. Die Stadt Schwerte lag mit Stand 13. Juni bei einer Erfüllungsquote von 83,95 %. „Überprüfen kann ich diese Erfüllungsquote für Schwerte aufgrund der mir nicht bekannten landesweiten Zuweisungsstatistik nicht“, so Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Nach wie vor liegt der Stadt keine landesweite Übersicht der kommunalen Zuweisungsquoten vor, obwohl NRW-Innenminister Ralf Jäger die Vorlage dieser Statistik im Landtag für Anfang Juli angekündigt hatte. Nach den Ankündigungen des Landes NRW hat Schwerte in diesem Jahr noch weitere 90 Flüchtlinge aufzunehmen.

„Mit der im Bau befindlichen Containeranlage im Gänsewinkel, Fertigstellung voraussichtlich Anfang November 2016, kann vermieden werden, dass erneut Sporthallen zur Unterbringung von asylsuchenden Personen in Anspruch genommen werden müssen“, so Heinrich Böckelühr.

Es werden weiter dringend private Wohnungen und Immobilien zur Unterbringung gesucht. Interessenten melden sich bei Heiko Schulz, Tel. 02304/104-681, email: heiko.schulz@stadt-schwerte.de

Weil sich unter den 59 neu aufgenommenen Flüchtlingen zahlreiche minderjährige schulpflichtige Kinder befinden, hat Bürgermeister Heinrich Böckelühr jetzt noch einmal das durch den Kreis Unna bevorzugte „Go-In“-Verfahren in den Fokus genommen.

„Unser Sommercamp hat gezeigt, dass die Flüchtlingskinder willens und in der Lage sind, schnell eine neue Sprache zu lernen“, sagt Heinrich Böckelühr, der die Idee zu der vierwöchigen Verbindung von Deutschlernen und Freizeitaktivitäten mit Gleichaltrigen in den laufenden Sommerferien hatte.

Jetzt sei das „Kommunale Integrationszentrum“ des Kreises Unna gefragt, um „endlich im Sinne einer schulischen Integration eine sinnvolle Kombination von anfänglichen Auffangklassen zum Sprachenerwerb mit einer anschließenden, zielgerichteten Verteilung nach dem erworbenen Bildungsstandes an die passende Schulform zu erreichen“, betont Bürgermeister Heinrich Böckelühr.
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