Matthias Eberle

Beiträge zum Thema Matthias Eberle

Kultur
Jakobiner oder Zwerge? - So ganz klar ist das nicht. | Foto: Aurin
2 Bilder

Lauter Abschied: Mit „Freiheit in Krähwinkel“ verabschiedet sich das Schauspielhaus-Ensemble vom Theaterpublikum

Milan Peschels Inszenierung des Nestroy-Klassikers „Freiheit in Krähwinkel“ in den Kammerspielen des Schauspielhauses ist gleich in doppelter Hinsicht interessant. Zum einen reflektiert sie die Wandlung des Freiheitsbegriffs im historischen Prozess, zum anderen macht sie die Entstehungsbedingungen dieser letzten großen Ensemble-Produktion in Olaf Kröcks kurzer Intendanz explizit zum Thema. Johann Nestroy schrieb sein Stück unter dem Eindruck der liberalen Revolution von 1848. Freiheit ist im...

  • Bochum
  • 05.06.18
  • 1
Kultur
Matthias Eberle, Johanna Eiworth und Simin Soraya (v.l.) brillieren in Sartres "Geschlossene Gesellschaft". | Foto: Küster

„Die Hölle sind die anderen“ - Sartres „Geschlossene Gesellschaft“ im Theater Unten des Schauspielhauses

“Geschlossene Gesellschaft“, das wohl bekannteste und erfolgreichste Drama des französischen Literaten und Philosophen Jean-Paul Sartre, wird im Theater Unten des Schauspielhauses einer Befragung auf seine Bedeutung für die Menschen des Internet-Zeitalters unterzogen. Frederick Krieger, der an der Königsallee seit 2015 als Regieassistent arbeitet, gibt mit dem 1944 uraufgeführten Stück sein Regiedebüt. Nach ihrem Tod treffen sich Estelle Rigault (Simin Soraya), Inès Serrano (Johanna...

  • Bochum
  • 03.02.18
Politik
Karsten Riedel (am Klavier) und Johanna Eiworth (zweite von rechts) bereiten dem Publikum einen ebenso vergnüglichen wie nachdenklichen Abend. | Foto: Kirch

Karsten Riedel unternimmt unter dem Motto „Der Liebe Lust, der Liebe Schmerz“ in den Kammerspielen des Schauspielhauses eine literarisch-musikalische Reise

„Paff, passiert irgendwas“, beschreibt Karsten Riedel, der dem Bochumer Theaterpublikum unter anderem durch seine Bühnenmusik zu „Kleiner Mann – was nun?“ bekannt ist, den Ansatz seiner neuen Reihe mit Liederabenden unter dem Motto „Der Liebe Lust, der Liebe Schmerz“, die von jetzt an in den Kammerspielen zu sehen und zu hören sind. Was da genau passiert, beschreibt der Wattenscheider Musiker genauer: „Wir wollen die Bühne bedienen. So tritt unser erster Gast, die Schauspielerin Johanna...

  • Bochum
  • 01.11.17
  • 1
Kultur
Maria Stuart (Johanna Eiworth) ist eine starke Frau in einer Welt, in der die Spielregeln von Männern gemacht sind. | Foto: Küster
2 Bilder

Schillers "Maria Stuart" in den Kammerspielen des Schauspielhauses zeigt zwei Frauen im erbitterten Kampf um Macht

Manche behaupten ja, der modernen Frau werde ihr eigener Körper, den es zu stählen gilt, zum Gefängnis. Die Anfangssequenz von Heike M. Götzes Inszenierung des Schiller-Klassikers „Maria Stuart“ lässt an diese These denken: Maria (Johanna Eiworth) rennt sich auf einer Bühnenkonstruktion, die wie ein übergroßes Fitnessgerät wirkt, die Seele aus dem Leib. Im Zweikampf mit ihrer Kontrahentin, der englischen Königin Elisabeth (Bettina Engelhardt) , steht Maria Stuart, Königin von Schottland, für...

  • Bochum
  • 27.09.17
Kultur
Friedrich (Matthias Eberle) hat es mit den Ärztinnen (links Bettina Engelhardt, rechts Karolina Horster) nicht leicht. | Foto: Küster

"Über meine Leiche" im Theater Unten überzeugt auf der ganzen Linie

Friedrichs Leben ist bislang ohne große Katastrophen verlaufen – allerdings ist er linkisch und schüchtern und zieht Missgeschicke schon seit der Zeit des Mutter-Kind-Turnens magisch an. Der junge Mann muss plötzlich damit fertig werden, dass bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert wird. - Das ist die Ausgangssituation in Stefan Hornbachs preisgekröntem Stück „Über meine Leiche“, das die junge Regisseurin Anne Liebtrau im Theater Unten auf die Bühne bringt. Friedrich (Matthias Eberle) zieht...

  • Bochum
  • 28.05.17
  • 1
Kultur
Gottlieb Biedermann (Martin Horn, Mitte) versucht, sich mit den Brandstiftern gutzustellen. | Foto: Aurin

So alt kann Aktuelles sein: Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter" im Schauspielhaus

Die Wahrheit, so sagt der Brandstifter Eisenring (Matthias Eberle) in Hasko Webers Inszenierung von Max Frischs Einakter „Biedermann und die Brandstifter“ im Schauspielhaus, sei die beste Tarnung. Mit dieser Erkenntnis kommt die Aufführung zur richtigen Zeit. Und das nicht nur, weil gerade ein US-Präsident ins Amt gekommen ist, der aus seiner Missachtung demokratischer Regeln keinen Hehl macht. Noch bedeutsamer ist vielleicht, dass mit der AfD eine Partei in den nächsten Bundestag einziehen...

  • Bochum
  • 25.01.17
  • 1
  • 1
Kultur
In "Biedermann und die Brandstifter" wird die bürgerliche Welt auf die Probe gestellt - und versagt kläglich. | Foto: Aurin

Wer zündelt da? - "Biedermann und die Brandstifter" ab Samstag im Schauspielhaus

"Biedermann und seiner Frau Babette wird schnell klar, dass sie es mit Brandstiftern zu tun haben", sagt Hasko Weber, der an der Königsallee Max Frischs Klassiker "Biedermann und die Brandstifter" auf die Bühne bringt, "und trotzdem liefern sie noch die Streichhölzer." Hasko Weber, Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, ist vom Schauspielhaus als Regisseur für Frischs Drama angefragt worden. "Den Bezug zum Faschismus hatte Frisch ursprünglich nicht im Auge. Durch das Nachspiel...

  • Bochum
  • 19.01.17
Kultur
Orgon (Michael Schütz, l.) geht Tartuffe (Jürgen Hartmann) auf den Leim. | Foto: Küster

Wie umgehen mit einem Betrüger? - Molières "Tartuffe" im Schauspielhaus

Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer bleibt seiner Linie in seiner „Tartuffe“-Inszenierung am Schauspielhaus zumindest in einer Hinsicht treu: Er legt auch diesmal den Finger in gesellschaftliche Wunden und weist auf Probleme hin, die höchst aktuell sind. Dabei wird er Molières weltberühmter Komödie durchaus gerecht. Tartuffe (Jürgen Hartmann) ist ein Betrüger – das ist dem Zuschauer ziemlich schnell klar. Auch für die meisten der auf der Bühne agierenden Figuren ist das kein Geheimnis. Doch...

  • Bochum
  • 02.11.16
  • 1
Kultur
Jürgen Hartmann spielt die Titelrolle. Foto: Küster  | Foto: Küster

Ab 22. Oktober: Molières "Tartuffe" kommt im Schauspielhaus auf die Bühne

"'Tartuffe' erzählt die Geschichte der Usurpation einer Gesellschaft durch schamlose Lüge. So gesehen gibt es keinen besseren Zeitpunkt, das Drama zu inszenieren als gerade jetzt. Man muss sich nur den amerikanischen Wahlkampf anschauen, wenn Donald Trump behauptet, niemand respektiere Frauen so wie er", sagt Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer. Er fügt an: "Das eigentlich Bedenkliche ist: Die Gesellschaft bekommt keinen Fuß in die Tür des Faktischen." Dramaturg Olaf Kröck hakt ein: "Das Stück...

  • Bochum
  • 20.10.16
Kultur
"Weekend im Paradies" ist ein Ensemble-Stück. | Foto: Küster

Am Samstag feiert "Weekend im Paradies" seine Premiere am Schauspielhaus

"'Weekend im Paradies' ist ein großer Spaß", verspricht Anette Hachmann, zuständig für Bühne und Kostüme, über die Premiere, die am Samstag, 24. September, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus stattfindet. Regisseur Christian Brey hat gemeinsam mit ihr am Bochumer Schauspielhaus bereits "Drei Männer im Schnee" und "Monty Python's Spamalot" auf die Bühne gebracht. "Nach dem großen Erfolg von 'Spamalot'", gesteht Brey, "war es schwierig, etwas zu realisieren, was die großen Erwartungen nicht...

  • Bochum
  • 22.09.16
Kultur
Kristina Peters (links) und Xenia Snagowski werfen einen unkonventionellen Blick auf die Flüchtlingssituation. | Foto: Küster

Kammerspiele zeigen Jelinek-Stück zur Flüchtlingssituation

„Ich war empathisch, ich war links. Aber jetzt sind es mir einfach zu viele.“ - Als Zuschauer fühlt man sich ertappt – von der entwaffnenden Ehrlichkeit der Österreicherin Elfriede Jelinek, die ihr Werk zur Flüchtlingssituation, „Die Schutzbefohlenen“, seit 2013 stetig fortgeschrieben hat. So sind die Anhänge „Appendix“ und „Coda“ entstanden. Der „Epilog auf dem Boden“ stammt aus dem Januar 2016 und ist nun in den Kammerspielen des Schauspielhauses erstmals aufgeführt worden. Nicht zuletzt...

  • Bochum
  • 10.04.16
Kultur
Das Ensemble hat sich Jelineks komplexe Texte erarbeitet und macht sie nun auf der Bühne sinnlich erfahrbar. | Foto: Küster

Stück zum Umgang mit der Flüchtlingssituation in den Kammerspielen

Im März und April widmet sich das Bochumer Schauspielhaus in einer Reihe von Veranstaltungen dem Thema „Das Eigene und das Fremde. Stresstest für die offene Gesellschaft“. Dabei geht es um eine Positionsbestimmung angesichts der seit Herbst stark angestiegenen Zahl der Geflüchteten und der Bedrohung durch islamistischen Terrorismus. Nach Anders Lustgartens „Lampedusa“ hat am Samstag Elfriede Jelineks viel gespieltes Theaterwerk „Die Schutzbefohlenen“ Premiere an der Königsallee. Ergänzt wird es...

  • Bochum
  • 06.04.16
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.