Aktuelle Kunstausstellung - Mit Bleistift, Kohle, Pastellkreiden, Aquarell-, Acryl- und Ölfarben

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Rainer Manfrost Leiter der Atelier- und Kunstwerkstattkurse
 
Thomas Quast und Jörg Budde sorgten für den jazzigen musikalischen Rahmen
Unna: Zentrum für Information und Bildung | Sonntag, 17. Mai 2015 I 11:00 Uhr

Vielfalt und Unterschiedlichkeit



KREISSTADT UNNA ■ Heute wurde die große Semesterausstellung mit Arbeiten von Teilnehmenden des VHS-Bereichs Kunst, Zeichnen und Malen eröffnet.

Es sind rund 70 Exponate von fast genauso vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus insgesamt acht Kunstkursen, von A wie Acryl oder Aquarell bis Z wie Zeichnen. Diese sind im vergangenen Jahr in den verschiedenen VHS-Angeboten im Bereich Kunst entstanden.

Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Kurse, Ateliers, Werkstätten und Workshops der VHS Unna Fröndenberg Holzwickede bieten, um sich unter professioneller Anleitung weiterzubilden. Die Ausstellung, die in den VHS-Angeboten unter der Leitung von Rainer Manfrost, Ina Thies und Brigitte Löhnert erarbeitet wurde, rückt im wahrsten Sinne des Wortes „in den Blick“, auf welch‘ unterschiedliche Weise die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren persönlichen künstlerischen Weg intensiv suchen, Alternativen erproben und sich an den selbst gestellten Aufgaben weiterentwickeln.

VHS-Leiterin Rita Weißenberg und Studienbereichsleiterin Stefanie Bergmann-Budde konnten sich über die so zahlreich erschienenen Künstlerinnen, Künstler mit ihren Dozenten und Gäste freuen.

Mit einem Zitat von Jean-Paul Sartre
„Kunst gibt es nur durch und für den anderen“
begann Stefanie Bergmann-Budde ihre einleitenden Ausführungen zur Ausstellung.
Sartre hat hier eine erkenntnistheoretische Position formuliert - nämlich dass das Kunstwerk nur existiert, wenn es auch betrachtet wird. Kunst wird erst zur Kunst durch ein Gegenüber. In der aktuellen „Zeit“ widmet sich das Feuilleton dem Thema „Kreativität“ - unter anderem kommt hier Wolfgang Joop zu Wort, der die Tatsache, dass Kunst ein Gegenüber braucht, sehr griffig beschreibt:
„Nur in einem bestimmten Rahmen zu einen bestimmten Zeitpunkt kann (ein Werk) als Kunstwerk erkannt werden. Wir sehen Kreativität und Inspiration gerne auf das Individuum bezogen: Man hat eine Eingebung und schafft dann das große Werk. Aber der Künstler funktioniert nur mit seinem Publikum. Nimm ihm die Zuschauer, und er ist nicht mehr. Was ist ein Bild ohne die Galerie, ein Buch ohne Leser, eine Symphonie ohne den vollen Saal?“ Zitat Ende, so Stefanie Bergmann-Budde.

Wir sind heute morgen hier, um uns gemeinsam mit den Werken auseinanderzusetzen, die im letzten Jahr in den Kursen der Bildenden Kunst hier an der VHS entstanden sind. Ein gemeinsames Ereignis, das sich auch in der Vielzahl der Werke widerspiegelt.

Es ist eine Gruppenausstellung
Sie stellt nicht den Einzelkünstler, die Einzelkünstlerin in den Mittelpunkt, sondern eine, die die Bandbreite der kreativen Arbeiten darstellt, die das Kreative an sich in seiner Vielfalt und Unterschiedlichkeit zeigt und damit auch den Schaffensprozess deutlich macht. Denn in dieser Ausstellung stehen Werke von Neulingen gleichberechtigt neben den Werken von Könnern.
Hier entstehen Kunstwerke nicht im stillen Kämmerlein, sondern immer im kollektiven Zusammenhang. In der Gemeinschaft, in der Gruppe des Kurses unter Anleitung der Dozenten. Sie nehmen eine anspruchsvolle und diffizile Aufgabe war: Sie vermitteln Kunst in unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen, sie vermitteln die Grundlagen des Handwerklichen - Striche, Perspektive, Farbwahl, Mischungsverhältnisse, Lichteinwirkung und viel mehr - ebenso wie sie den Wahrnehmungsprozess, das genaue Sehen immer wieder in den Kursen einüben und die Umsetzung zum letztendlichen Werk begleiten. Dazu brauchen sie nicht nur umfassendes Fachwissen, einen große didaktischen und pädagogischen Fundus an Techniken, sondern vor allem viel Liebe zur Kunst und zu den Menschen - denn das Zwischenmenschliche spielt in den Kursen, so wie ich sie erlebe, wenn ich immer mal kurz hereinschaue, eine sehr große Rolle. Nicht nur zwischen Dozentin, Dozent und Teilnehmenden, auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander unterstützen sich, diskutieren die Werke kritisch miteinander und erschaffen so einen kollektiven Lernprozess, der zu Hause oder im einsamen Atelier nicht möglich wäre.

Dozenten
» Brigitte Löhnert - sie leitet den Zeichenkurs am Dienstag Morgen, und ist die „neueste“ Dozentin: Doch sie ist schon seit langem mit der VHS vertraut, denn sie war jahrelang selbst Teilnehmerin in den Zeichenkursen.
» Rainer Manfrost - Er ist ein VHS-Urgestein, der Mann für starke Farben. Er leitet die Atelier- und Kunstwerkstattkurse am Montag Vormittag, Dienstag Abend, Mittwoch-, Donnerstag- und Freitag-Vormittag sowie die Grundlagen-Kurse in Holzwickede.
» Ina Thies - Es ist ihre letzte Jahresausstellung. Sie verlässt das Ruhrgebiet, um sich in Dresden niederzulassen. Lange Jahre hat sie hier an der VHS Kurse geleitet und in diesem Semester noch ihren Aquarell- und Zeichenkurs geleitet.
» Helge Sostwähner - Er übernimmt die Leitung der Aquarell- und Zeichenkurse von Ina Thies.


» Für den jazzigen musikalischen Rahmen sorgten Jörg Budde (Saxophon, Flöte ) und Thomas Quast (Gitarre). Das Café im zib hielt für die Gäste, wie immer ein kleines Getränk bereit.

Die Ausstellung wird im Zentrum für Information und Bildung, Lindenplatz 1 59423 Unna bis zum 14. Juni 2015 zu sehen sein.

Mein Fazit
Es war ein interessanter Vormittag an diesem Sonntag. In Ruhe konnten sich Künstler und Besucher die vielen verschiedenen Arbeiten anschauen, miteinander ins Gespräch kommen und die Bilder und die Musik genießen.

Volkshochschule Unna Fröndenberg Holzwickede
Lindenplatz 1
59423 Unna
Tel.: 02303-103-734
» Volkshochschule Unna Fröndenberg Holzwickede

Fotos © Jürgen Thoms
17.05.15 21:15:49
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5 Kommentare
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Dieter van Riel aus Fröndenberg/Ruhr | 17.05.2015 | 22:58  
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Jürgen Thoms aus Unna | 17.05.2015 | 23:15  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 19.05.2015 | 18:33  
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