250 Kinder und Jugendliche wurden „vom Himmel geschickt“ und machten die Welt ein Stück besser

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Beim Abschlussgottesdienst im Lebenszentrum Königsborn bedankte sich Marianne Pertzborn, Heim- und Pflegedienstleitung des Hauses Königsborn bei den Jugendlichen für ihren Einsatz. (Foto: privat)
  Unna. Die Kinder und Jugendlichen im Dekanat Unna haben es geschafft: In nur 72 Stunden haben die Kinder und Jugendlichen aus Unna, Massen, Lünen, Bergkamen, Holzwickede, Schwerte und Fröndenberg die Welt ein Stück besser gemacht. In gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeit haben sie bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den Wettlauf gegen die Zeit gewonnen, jeder in seinem Stadtteil. In Lünen haben die Pfadfinder einen Weg im Südpark auf Vordermann gebracht – mit gefühlten hunderten Schubkarren voll Rindenmulch.

In Bergkamen können sich die Kindergartenkinder von St. Elisabeth in Oberaden auf die Pause im Garten freuen: Nachdem die „Ritterburg“ lange Zeit nur zu Teilen bespielbar war, ist sie durch den Einsatz der Jugendlichen aus dem Pastoralverbund Bergkamen nun wieder gefahrlos für die Kinder freigegeben. An einer neuen Kräuterschnecke werden ab sofort eigene Kräuter gezogen, und der Bauwagen bekam innen wie außen ein neues Gewand. UnnaUnited blickt neben dem mittelalterlichen Sommerfest auf viele schöne Begegnungen mit den Bewohnern des Lebenszentrums zurück. „Schon die Eröffnungsfeier in Herz-Jesu am Donnerstag hat bei mir Gänsehaut erzeugt – und ihr habt uns in den vergangenen Tagen immer wieder im Herzen berührt“, dankt Marianne Pertzborn, Heim- und Pflegedienstleitung des Haus Königsborn den Jugendlichen beim Abschlussgottesdienst. „St. Marien and friends“ war als einzige Gruppe auch in anderen Stadtteilen unterwegs, um möglichst viele Spenden zu sammeln. „Die Spenden gehen ins Partnerbistum Magdeburg, denn dort wurden auch viele Einrichtungen für Kinder und Jugendliche von der Flut zerstört“, berichtet Anna-Maria Rakus, die in den 72 Stunden wie viele ihrer Freunde in Massen, Unna, Kamen und Holzwickede unterwegs war. Die Summe kann sich sehen lassen: 7.500 Euro können dank der Gruppe aus Massen an den BDKJ Magdeburg übergeben werden.

Weil die alten Sonnensegel im Kindergarten Liebfrauen schon längst erneuert werden mussten, hatten die Jugendlichen der Kolpingjugend und Firmlinge in Holzwickede in der Vorbereitungen zur 72-Stunden-Aktion beschlossen, diese zu erneuern. Jetzt haben sie ihr Ziel erreicht. In 72 Stunden haben die Kinder und Jugendlichen Beton angerührt, Fundamente gegossen und die Sonnensegel gespannt. „Damit wir keinen Sonnenbrand kriegen“, erklärt schon eins der Kindergarten Kinder in der Messe am Sonntagmorgen. Diese wurde extra als Familiengottesdienst für und mit den Kindern des Kindergartens gestaltet.

In Schwerte ist der „Garten der Begegnung für Senioren“ in der Schrebergartensiedlung „Amsel“ nicht wiederzuerkennen: Der Weg, der vorher mit Stufen für Senioren nur schwer zu überwinden war, ist nun durch die Pfadfinder der DPSG Schwerte mit Rampen ausgestattet. „Die Pflanzen habe ich alle gepflanzt“, sagt Sören und zeigt dem KoKreis Unna, der von Ulrich Klauke vom Erzbistum Paderborn den ganzen Tag begleitet wurde, die neu angelegte Kräuterschnecke. Ein Hochbeet wurde auch im Haus Hubertia von der DPSG und Kolpingjugend Fröndenberg angelegt. Neben einer neu gestalteten Wand lädt ein Hochbeet im Innenhof zum gärtnern ein. Herbert Goldmann, Mitglied des Landtages von NRW, begleitete den KoKreis ein Stück auf seiner Reise und ließ sich von den Ehrenamtlichen gerne dazu einladen, gegen eine Spende eine Blume in das Beet zu pflanzen.

„Uns schickt der Himmel“ ist die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Vom 13. bis 16. Juni machten tausende Jugendgruppen in 72 Stunden die Welt ein Stück besser. „Allein im Dekanat Unna waren acht Gruppen über den gesamten Kreis Unna verteilt, die mit über 250 Kindern und Jugendlichen 72 Stunden lang ehrenamtlich für andere da Hand und Herz gaben, wo es nötig war.“, freut sich Ute Balkenohl, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie im Dekanat Unna über den Erfolg der Aktion. „Bei den Projekten haben so viele Begegnungen statt gefunden – zwischen verschiedenen Verbänden katholischer Jugendarbeit, zwischen Jungen und Alten, zwischen Menschen, die voll im Leben stehen bis hin zu denen, die für jeden Schritt ihres Lebens Hilfe benötigen. Diese Begegnungen bleiben – auch über die 72-Stunden-Aktion hinaus“. Ute Balkenohl hatte gemeinsam mit Christoph Gräbe, Kevin Glock, Silke Klute, Arthur Gorny und Annika Manegold die 72-Stunden-Aktion für das Dekanat Unna organisiert.
Hauptunterstützer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Der Medienpartner katholisch.de sendet 72 Stunden live. Weitere Infos unter www.72stunden.de.
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