Bürgern liegt die Zukunft der Region am Herzen

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Experten machen sich für die LebensWerte stark (v.l.): Ludwig Holzbeck (Fachbereichsleiter Natur und Umwelt Kreis Unna), Thomas Semmelmann (Landesvorsitzender des ADFC), Dr. Achim Grunenberg (Geschäftsführer Stadtwerke Lünen), Andrea Dittrich-Wesbuer (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung), Dr. Uwe Liedtke (Leiter Fachdezernat Planen, Bauen, Umwelt der Stadt Kamen), Dr. Detlef Timpe (Umweltdezernent Kreis Unna) und Schulamtsdirektorin Margot Berten. (Foto: Barajas/Gestaltmanufaktur/Kreis Unna)
Kreis Unna. Was sich schon in Bürgerbefragungen in drei Städten gezeigt hat, war im Kreishaus mit Händen zu greifen: Den Menschen im Kreis Unna liegt die Zukunft ihrer Region am Herzen.

Zur öffentlichen Auftaktkonferenz der Forschungsinitiative „LebensWerte - nachhaltige Entwicklung im Kreis Unna“ - der Stadtspiegel hat bereits darüber berichtet - war kein Platz im großen Saal frei geblieben. Knapp 100 interessierte Bürger und Vertreter von Vereinen, Verbänden, Kammern, Parteien, aus der Wirtschaft und aus den Städten und Gemeinden waren der Einladung der Projektpartner gefolgt, um sich über die Initiative zu informieren und die ersten Erkenntnisse zu diskutieren.

Bürger-Beteiligung ist wesentlicher Baustein

Zukunft sichern will die Forschungsinitiative nicht nur dadurch, dass fachübergreifend daran gearbeitet wird, wie man nachhaltige Entwicklung im Kreis messen und bewerten kann. Ein wesentlicher Baustein ist die Beteiligung von Bürgern, wie Umweltdezernent Dr. Detlef Timpe für das Kernteam der Initiative betonte.
Wie engagiert die Konferenzteilnehmer dabei zu Werke gingen, ließ sich daran ablesen, dass alle Workshops gut und gern doppelt so lang hätten sein können - obwohl die Auftaktkonferenz bis zum frühen Abend dauerte. Die Arbeitsgruppen waren jeweils für die vier Themenfelder eingerichtet, die die Projektpartner der Initiative im Vorfeld herausgearbeitet hatten: „Beschäftigung/Wirtschaft/Bildung“, „Mobilität“, „Klimaschutz“ und „Fläche“. In jedem der Themenfelder hatten die Wissenschaftler aus den Vorgesprächen mit Experten und Bürgern Hauptziele und erste Messgrößen dafür herausgearbeitet, wie sich die nachhaltige Entwicklung im Kreis darstellen lässt.

Beeindruckt von vielen wertvollen Anregungen

Andrea Dittrich-Wesbuer, beim Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) Projektleiterin der Initiative, zeigte sich zum Abschluss der Konferenz beeindruckt von den vielen „wertvollen Anregungen“. Sie betonte, dass alle Beiträge in die Arbeit der Initiative eingingen und rief dazu auf, sich auch weiter einzubringen. „Wir werden die Ergebnisse des Workshops auswerten und in den nächsten Wochen auf der Internetseite der Initiative dokumentieren. Schon jetzt gibt es erste Möglichkeiten, die eigenen Vorstellungen zu äußern. Wir werden die Beteiligungsmöglichkeiten Schritt für Schritt weiter ausbauen.“
Bleibt zu hoffen, dass sich weiterhin so viele Interessenten engagieren, denn der Zeitrahmen des Projekts ist vom Fördergeber knapp bemessen. Bis zum Frühjahr soll die Nachhaltigkeitsstrategie stehen und dann auch vom Kreistag verabschiedet werden können.
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