Diakonie: Christian Korte tritt zum 1. Oktober sein Vorstandsamt an

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Christian Korte tritt zum 1. Oktober sein Vorstandsamt bei der Diakonie an (Foto: privat)

Am 1. Oktober wird Christian Korte neuer Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg. Damit übernimmt er ein soziales Unternehmen mit knapp 1.000 Mitarbeitenden an 55 Standorten in den vier Kirchenkreisen Arnsberg, Hamm, Soest und Unna.

Der 51-jährige Korte engagiert sich bereits seit über 20 Jahren für die Diakonie und hat diese in verschiedensten Positionen als Führungskraft mit geprägt und gestaltet. Den Betreuungsverein unter dem Dach der Diakonie, der heute an sieben Standorten in den vier Kirchenkreisen rund 1.250 Klienten betreut, hat Christian Korte aufgebaut. Zuletzt war er stellvertretender Vorstand, Leiter des Fachbereiches „Selbstbestimmtes Leben“ und Regionalbeauftragter für die Kirchenkreise Hamm und Unna.

Wurzeln in der sozialen Arbeit

Die Wurzeln von Christian Korte liegen jedoch in der unmittelbaren sozialen Arbeit vor Ort: in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der ambulanten Pflege, als Berater, gesetzlicher Betreuer und als Begleiter von ehrenamtlich engagierten Mitarbeitenden. „Die Begegnung und der Austausch bleiben mir wichtig“, so Korte. Sei es mit Hilfesuchenden, Mitarbeitenden im Haupt- und Ehrenamt, mit Gemeindemitgliedern, Freunden, Partnern oder auch Kritikern der Diakonie: „Unterschiedliche Perspektiven auf die diakonischen Aufgaben und die Methoden der sozialen Arbeit sind unverzichtbar. Verschiedene Erfahrungen und Sichtweisen erweitern den Blick, um den Dienst am Menschen weiter gestalten und fortentwickeln zu können.“

Christian Korte ist Diplom-Sozialarbeiter, Mediator, systemischer Therapeut und hat ein sozialwirtschaftliches Master-Studium als Sozialmanager abgeschlossen. „Diakonisch sichtbar, fachlich fundiert und wirtschaftlich stabil“ will er die Position der Diakonie Ruhr-Hellweg weiter stärken. „Soziale Arbeit erlebt einen tiefgreifenden Wandel“, so Korte – „insbesondere durch grundlegende gesellschaftliche Verschiebungen. Auch die Sozialgesetzgebung reagiert und verändert sich. Der Wettbewerb im Bereich des Sozialen nimmt weiter zu. Diesem Wandel müssen sich die Evangelische Kirche und ihre Diakonie stellen.“
Den Wandel gestalten

Gestaltung des Wandels

Bei der Gestaltung des Wandels gelte es, dreierlei im Blick zu behalten: den kirchlich-diakonischen Auftrag, einen hohen Anspruch an die eigene Fachlichkeit und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Mehr denn je gelte es, Hilfesuchende gleich welcher sozialen Herkunft, Kultur und Religionszugehörigkeit in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen und gezielte Angebote zu machen. Korte sieht die Diakonie gut gerüstet, um die notwendigen Anpassungsleistungen zu meistern: „Die Mitarbeiterschaft ist hoch identifiziert, engagiert und fachlich breit aufgestellt.“

Kortes Ziel ist eine Kultur der Wertschätzung, die ermutigt, aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu entwickeln, Neues zuzulassen und sich dabei immer wieder auf grundlegende christliche Werte zu besinnen. Hier sieht er die Basis für eine qualitativ gute Arbeit und Quelle der Innovationskraft. Damit will Korte die Diakonie für Kunden und Klienten ebenso attraktiv machen wie für Mitarbeitende im Haupt- und Ehrenamt. „Der Dienst am Menschen und die Begegnung auf Augenhöhe werden dabei stets an oberster Stelle stehen“, so Korte.

Offenheit und Toleranz

Konkret werde die Diakonie sich mit ihren Angeboten verstärkt am Sozialraum orientieren. „Menschen leben in Beziehungsgeflechten – in Familien und Nachbarschaften, in Stadtteilen und Gemeinden. Diese bieten viele Potenziale. Vorhandene Ressourcen und Hilfen können wir stärker vernetzen, zu Begegnung einladen und vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe fördern. Besonders mit unseren Mitgliedern, den evangelischen Gemeinden, wollen wir den Austausch suchen. Zugleich streben wir in der wachsenden kulturellen und religiösen Vielfalt vieler Sozialräume nach Offenheit und Toleranz.“

Christian Korte wuchs in Werl auf, ging in Soest zur Schule und lebte dann viele Jahre in Meschede und Unna. Heute wohnt er mit seiner Frau und dem 15-jährigen Sohn in der Nähe von Hamm. Ehrenamtlich engagiert er sich in seiner Gemeinde und in der Flüchtlingsarbeit.
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