Bei rund 42 Prozent der Testkäufe wurde an Jugendliche Alkohol verkauft.Foto: PR
Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung hat gemeinsam mit dem Fachbereich Jugend in Heiligenhauser Lebensmittelgeschäften, Tankstellen und Trinkhallen Alkoholtestkäufe mit Jugendlichen durchgeführt. Fachbereichsleiter Günter Blum berichtet, dass die Aktion von den Mitarbeitern der Ordnungsabteilung vorbereitet wurde. Ziel war es, zu überprüfen, inwieweit die Jugendschutzbestimmungen bezüglich des Alkoholverkaufs eingehalten werden. Die Aktion sollte auch dazu dienen, ein neues Bewusstsein beim Personal der Verkaufsstellen herbeizuführen. Die jugendlichen Testkäufer wurden mit dem Fachbereich Jugend und mit Einverständnis der Eltern ausgesucht und entsprechend geschult. Außerdem wurden sie bei den Einkäufen von Kräften des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung begleitet. Es wurden in 19 Verkaufsstellen Testkäufe vorgenommen. In rund 42 Prozent der Testkäufe wurde an die Jugendlichen Alkohol verkauft. So erhielten 15-Jährige Wein und Bier und 16-Jährige Wodka. Für Günter Blum ein nicht erwartetes und ernüchterndes Ergebnis, zumal alle Verkaufsstellen im Vorfeld auf den Testkauf hingewiesen wurden. Die Verantwortlichen der Verkaufsstellen wurden zur Einleitung eines Bußgeldverfahrens angehört und haben nunmehr mit einem Bußgeld zu rechnen. Die Reaktionen der Verantwortlichen war von ehrlicher Einsicht bis zur völligen Uneinsichtigkeit breit gefächert.
Kann ich aus eigener Anschauung leider nur bestätigen. Leider wird auch viel zu wenig darauf geachtet bzw. hingewiesen, daß auch die Weitergabe von Älteren an Jüngere verboten ist !
Die Gleichgültigkeit der Menschen, aber auch die Verantwortung füreinander sind schon lange auf der Strecke geblieben. Diese Gesellschaft braucht einen radikalen Umbau mit Ideen, die nicht immer nur dem Mainstream gehorchen und mit Menschen, die sich einsetzen und einmischen.
Jugendliche rauchen und saufen. Genau so wie wir es früher gemacht haben.
Früher durfte man auch erst ab 16 rauchen. War es ein Problem Zigaretten zu bekommenn? Nein. Bei Alkohol war es genau so. Es wird sich auch durch die Änderung der Altersbeschrenkung nie was ändern. Jeder Jugendliche hat ältere Freunde.
Wolfgang, das stimmt. Bei uns gab es kein Komasaufen. Da wurden keine Getränkedosen an 2 Seiten geöffnet, damit es schneller geht oder sich direkt einen Trichter in den Hals gesteckt.
Wenn man merkte das es reicht, ging man nach Hause. Da machte man sich keinen Kopf, das man uncool oder ein Weichei ist.
Wir konnten auch noch Party´s ohne Drogen feiern.
Wenn man dann nach Hause "torkelte" wurden keine Autos oder anderes demoliert. Es wurden keine Häuserwände verschmiert.
Aber das Händler weiterhin Alkohol an Jugendliche verkaufen wird sich auch nicht ändern.
Das liegt auch an der Wirtschafts und Geschäftslage.
Die kleinen Händler müssen auch leben. Und darum werden die auch weiterhin verkaufen in der Hoffnung nicht erwischt zu werden.
Man sollte aber auch bedenken bei 58% haben die Jugendlichen Testkäufer nichts gekriegt. Was mich besonders glücklich und zufrieden macht ist: das die Trinkhalle wo ich regelmässig Gast bin sich Vorbildlich verhalten hat. Da ich gerade anwesend war als die jugendlichen Testkäufer ihr Alkohol und Zigaretten kaufen wollten, habe ich genau mitbekommen wie der Verkäufer freundlich aber bestimmt nach den Ausweis der vermeintlichen Kunden gefragt hat um zu wissen ob die Kunden alt genug sind um die Sachen zu erwerben.
Übrigends: die Trinkhalle und Stehcafe befindet sich in der Oberstadt von Heiligenhaus, der Besitzer ist ein Türke, sein Sohn hatte bedient und der Gast also ich bin Deutscher.
Das uns vielleicht zum nächsten Thema bringt "Integration", was auch in diesem Kiosk nicht nur ein Wort ist, sondern täglich gelebt wird.
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