An der Stange wurde Händchen gehalten: Ehemalige Kinder der Birther Höfe sahen sich wieder

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Aus den einstigen Kindern der Birther Höfe sind inzwischen Großeltern geworden, aber die Erinnerungen an die Kindheit wurden bei der Wiedersehensfeier wieder lebendig. (Foto: Bangert)

Zu einer gemeinsamen Zeitreise in die Kindheit trafen sich die ehemaligen Bewohner der Birther Höfe.

In den 50er-Jahren, bevor der heutige Stadtteil Birth gebaut wurde, war das Gebiet ein großer Spielplatz für Kinder.
„Besonders die ehemalige Zeche Eisenberg war inmitten der Wohnanlage ein richtiger Abenteuerspielplatz“, erinnern sich Rita Wegert und Werner Richter, die das Treffen in der Gaststätte „Korfu“ zum wiederholten Mal organisiert hatten. „Ein paar Schürfwunden gehörten selbstverständlich dazu, wenn man abends nach Hause kam“, erinnern sie sich. Große Freude hatten die Kleinen auch an „Klingelmännchen“. Mit einem schelmischen Grinsen denkt man heute noch an das wütende Gebrüll der Hausbewohner zurück, an deren Türen geschellt wurde, um dann schnell wegzurennen.
Die Älteren trafen sich gerne an der „Stange“. So hieß das Geländer vor dem Tante-Emma-Laden Heinen. Dort wurde heimlich die erste Zigarette geraucht und schüchtern Händchen gehalten.
„Unser kleines Paradies war die ,Stilles Wiese‘ mit den vielen Obstbäumen. Besonders in der Erntezeit war der Reiz groß, von den fremden Früchten zu naschen“, denkt Werner Richter zurück. „Wem es nicht gelang, unentdeckt zu bleiben, dem wurden die Ohren lang gezogen“, beschreibt er die Folgen.
„Obst, aber auch Kartoffeln und Eier, wurden von den Familien bei Peglaus erworben. Der schlichte Kellerverkauf entwickelte sich bald zu einem florierenden Geschäft, denn er ersparte den Eltern den weiten Weg in die Stadt“, beschreibt Werner Richter den Alltag in den Birther Höfen.
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