Ein ganz besonderer Geburtstag in Velbert

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von links nach rechts: Wilma Strötgen, Bürgermeister Dirk Lukrafka, Gabriele Strötgen
Lebenshilfe (Pedro) Bei strahlendem Sonnenschein feierte der in Neviges geborene Artur Fiegen seinen 80 igsten Geburtstag im Wohnheim der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. KV Mettmann. Seit 1982 lebt Artur Fiegen im Wohnheim am Wordenbecker Weg 47. Bürgermeister Dirk Lukrafka gratulierte persönlich zu dem runden Geburtstag.

Zu den Geburtstagsgästen zählten auch seine Schwester Wilma Strötgen und Nichte Gabriele, die aus dem Sauerland anreisten. „Mein Bruder war ein süßes Kerlchen. Erst nach der Grundschulzeit stellten wir endgültig fest, dass Artur sich nicht `normal` entwickelt hat. Er durfte aber bis zum Ende des siebten Schuljahres in der Volksschule bleiben, weil er den Unterricht nicht störte.“ Festgestellt wurde ein genetischer Defekt. Fiegen arbeitete nach der Schule bis 1970 auf einem Bauernhof und von 1972 bis 2003 in der Zweigstelle Velbert der WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH. Als Rentner hat er allerhand zu tun. Meist sieht man ihn beim Fegen rund um das Wohnheim. Die Bewegung an der frischen Luft sorgt mit für seine stabile Gesundheit.

Artur Fiegens Liebe zum Fußball weckte sein Vater Walter, der beim FC Tönisheide aktiv Fußball spielte. „Mein Bruder besuchte jedes Spiel und wurde fast Maskottchen der Mannschaft. Zu jedem Auswärtsspiel wurde er von der Mannschaft mitgenommen“, so Wilma Strötgen.
Mutter Mine war die wichtigste Bezugsperson von Artur Fiegen. Sie wohnte bis zu ihrem Tod direkt nebenan in dem DRK Seniorenheim. Seiner Sammelleidenschaft geht er heute noch nach: Werkzeuge, Kugelschreiber, Zeitschriften u.v.m. „Besonders gerne baute er Radios und Kassettenrecorder auseinander. Nie hatte ich das Gefühl, dass er sich langweilt, so Nichte Gabriele. „Oma Mine, Artur und ich gingen in den 70er Jahren in jeden James Bond Film. Die haben wir alle drei geliebt.“

Das Fest wurde mit selbstgebackenen Kuchen, Sekt, Gegrilltem und einem besonderen Highlight gefeiert. Eigens für Artur und alle Geburtstagsgäste wurde ein Zauberer engagiert. „Artur glänzte auf jedem Familienfest mit seiner Abwesenheit. So einen Trubel mochte er nie“, so Schwester Wilma. Das er heute sitzen bleibt, grenzt wohl an einem Wunder. Artur selbst sagt die ganze Zeit kein Wort. Allein durch sein schelmisches Lächeln kann man erkennen, dass er seine Feier genießt.

Fotos: Petra Droll
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