Erst nehmen, dann geben - Das Tauschgartenprojekt im Herminghauspark in Velbert startete bei Regenwetter

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Die ersten Samen pflanzten Projektleiter Gunar Kapp (von links), Gianni, Katharina Kurtovic, Auszubildende an der Bleibergquelle und Kerim in die Erde.Foto: Atzwanger

Die ersten Samen und Pflanzen sind bereits in der Erde, so dass das Tauschgartenprojekt im Herminghauspark erfolgreich weiter geführt werden kann.

Einige Kinder der Kindertagesstätte „Casa Fantasia“ buddelten fleißig Löcher, bemalten Namensschilder und hatten trotz des Regens viel Freude an dem Pilotprojekt, das den Gemeinschaftsgarten im Siepental in Essen als Vorbild hat.
Das Projekt „Tauschgarten“, das von Gunar Kapp, Lehrer am Berufskolleg Bleibergquelle, in die Wege geleitet wurde, ist für die Schüler der Lehrgänge FSU und BAU des Berufskollegs Teil des Unterrichtsfachs „Natur & kulturelle Umwelten“.
Vier Wochen lang haben die Schüler an dem Projekt gefeilt und gearbeitet. Ziel des Gartens ist es, Kinder mehr an die Natur heranzuführen. Die Mission ist für die Schüler abgeschlossen, der Tauschgarten ist eröffnet - inzwischen kann man die ersten Blumen und das erste Gemüse sprießen sehen.

Das Prinzip des Gartens ist ganz einfach: „Erst nehmen, dann geben“. Jeder, der sich ein paar Blumen pflückt oder Gemüse erntet, sollte auch wieder neue Samen in die Erde buddeln, damit dadurch wieder Neues entstehen kann und der nächste Hobbygärtner Spaß beim Ernten hat. Eine weitere Möglichkeit ist außerdem „Arbeiten gegen Ausruhen“, dieses Prinzip wird Interessierten auf den Hinweisschildern am Beet und von den Tierpflegern des Herminghausparks genauer erläutert.

Das Gartenstück wurde bereits vor knapp einem Jahr in einer Gemeinschaftsarbeit der Bleibergquelle und der Schule In den Birken angelegt, ruhte dann aber ein halbes Jahr. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir so viele Sponsoren für die Aktion finden“, erzählt Kapp. „Alles, was man sieht, ist gesponsert.“ Neben einem Saatgutgroßhandel, der Firma Baustoffe Guth und Schley‘s Gartencenter haben sich auch noch weitere Firmen mit an dem Projekt beteiligt und den Tauschgarten verwirklicht.
Wer noch Saatgut Zuhause hat, das vor dem Winter zur nötigen Reife gelangt, der ist dazu eingeladen, den Tauschgarten damit zu bestücken und schon bald die Früchte der Arbeit zu ernten.
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