Scharfe Schüsse und schwere Jungs

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Konzentriert verfolgen Can Özev, Robin Beyer und Corey White die Proben ihrer Schauspieler. Läuft jetzt alles reibungslos, kann unmittelbar im Anschluss mit der Aufnahme begonnen werden.

An dem Filmset in einer Scheune in Tönisheide wird professionell gearbeitet: Insgesamt 18 Leute sind vor oder hinter der Kamera aktiv und haben dabei alle ein gemeinsames Ziel: Ausreichend Material für den 15 Minuten langen Film „Vergeltung“ mit der Kamera einzufangen.
Verantwortlich für dieses Projekt zeichnen sich der Velberter Filmstudent Can Özev und seine beiden Kommilitonen Robin Beyer und Corey White. Als Studenten der Medienakademie in Dortmund reichen sie den Film als Beitrag für ihr Vordiplom ein.
„Wir liegen im Zeitplan und sind froh, dass alles so gut läuft“, zeigt sich Robin Beyer zufrieden. Man merke, dass man es bei den sechs Darstellern mit Profis zu tun habe. Unter ihnen sind auch Don Cali, Mitglied der bekannten deutschen Band Culcha Candela, und Oliver S. El-Fayoumy, der bereits in anderen Kurzfilmen mitspielte und zahlreiche Theaterengagements hatte.
„Da wir als Studenten nur ein sehr geringes Budget zur Verfügung haben, können wir weder den Schauspielern noch den anderen Arbeitskräften am Set ein Honorar zahlen“, erzählt Can Özev. Und auf die Frage, warum das Team ohne Bezahlung acht Tage von morgens bis abends vollen Einsatz zeigt, gibt es eine klare Antwort: „Talentierter Nachwuchs muss gefördert werden. In der Medienbranche ist man immer darauf angewiesen, dass es neue Projekte gibt, für die Schauspieler, Kameramänner und Tontechniker gebraucht werden. Daher ist es natürlich auch in unserem Interesse, dass angehende Filmemacher nicht an der Finanzierung scheitern.“ Außerdem würde der Film ein „geiles Ding“ werden.
Thematisch geht es um einen Konflikt zwischen den Brüdern Jamal und Karim, der weite Kreise zieht. „Jamal ist ein Kleinkrimineller, der im Affekt jemanden tötet. Karim wird allerdings zur Verantwortung gezogen und geht ins Gefängnis“, erzählt Can Özev. „Nachdem er aus der Haft entlassen wird, kommt es zu einer verzwickten Situation, denn der Bruder des Getöteten ist auf Rache aus. Und am Ende erwartet die Zuschauer schließlich eine überraschende Wendung.“
Den drei Studenten ist es wichtig, mit der neusten Technik zu arbeiten. „Wir drehen mit einer Red Epic“, so Robin Beyer. Diese hochmoderne Kamera hat einen Wert von 70.000 Euro. Die Kosten für die Leihgebühren der Kamera sowie der Technik und auch für die Verpflegung und Unterbringung der Schauspieler konnten die Studenten nicht alleine tragen. „Wir sind sehr froh, dass wir einen großzügigen Sponsoren gefunden haben“, so Corey White. Denn finanzielle Unterstützung gab es von der Velberter Firma „Hüdig & Rocholz“. Außerdem sei man der Familie Stiefken dankbar, die ihre Scheune als Drehort zur Verfügung stellte.
Zu sehen sein wird der Film bei einer Präsentation in Dortmund. Allerdings können sich die drei auch vorstellen, eine Vorführung in Velbert zu organisieren.
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