Zahlen, Lob und Ehrennadeln: Velberter Feuerwehrmänner rückten im Jahr 2014 häufiger aus als 2013

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Bernd Schneider (von links), Frank Schneider, Michael Ziegler, Uwe Kasimir, Reiner Menzel und Peter Becker wurden mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Landes NRW für 35 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet. (Foto: Graf)

Einmal mehr hat mit „Ela“ ein Unwetter in der Einsatzbilanz der Velberter Feuerwehr seine Spuren hinterlassen.

Weit über hundert Mal rückten die Helfer nach dem Sturm im vergangenen Juni aus - am Jahresende zählten sie mit 742 Hilfeleistungen 121 mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der Brandeinsätze stieg um 15 auf 284, rechnete Markus Lenatz, seit zwei Monaten neuer Chef der Feuerwehr, jetzt bei derJahreshauptversammlung vor. Insgesamt rückten die Brandschützer 1.026 aus - nach 890 Einsätzen in 2013. Eine deutliche Zunahme gab es auch im Rettungsdienst, der 12.506 Rettungs- und Krankentransporte zählte und damit 1.158 Einsätze mehr als im Vorjahr fuhr. Ein Plus an anderer Stelle gab dagegen Anlass zur Freude.

Entgegen dem allgemeinen Trend legte die Zahl der Feuerwehrmitglieder zu, sie stieg um elf auf 593.


Mit einem Bildvortrag ließ Lenatz Einsätze des vergangenen Jahres Revue passieren. Während das Feuer in einem achtgeschossigen Wohnhaus in Birth zwar großen Sachschaden verursachte, eine große Evakuierungsaktion auslöste, ansonsten aber ohne größere Personenschäden verlief, konnte die Feuerwehr einen 74-jährigen Velberter und eine 58-jährige Langenbergerin nur noch tot aus ihren brennenden Wohnungen bergen. Beide waren nicht durch Brandeinwirkung, sondern durch Rauchvergiftung gestorben, erläuterte Lenatz - Rauchmelder hätten sehr wahrscheinlich in beiden Fällen Schlimmeres verhindert.
Der Langenberger hatte errechnet, dass die Wehr 2014 über 22.000 Stunden allein für Einsätze, Übungsdienste, Aus- und Fortbildung leistete – ein Engagement, für das der stellvertretende Bürgermeister Emil Weise im Namen der Stadt dankte. Außerdem hatte Weise frohe Kunde für den Löschzug Tönisheide: Der Rat habe „eine kleine siebenstellige Summe“ für ein neues Gerätehaus in den Etat 2016 eingestellt. „Die jetzigen Zustände sind weder tragbar noch zulässig“, sagte Weise, der sich mit dem Bezirksausschuss ein Bild von den arg beengten Zuständen in dem rund sechzig Jahre alten Gerätehaus an der Hochstraße gemacht hatte.
Auch Bürgermeister Dirk Lukrafka, der wegen einer Terminüberschneidung erst später kommen konnte, dankte den Brandschützern für ihren Einsatz. Gemeinsam mit Weise und Lenatz nahm er etliche Aufnahmen, Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen vor. Unter anderem bekamen die Einsatzkräfte, die 2013 beim Elbe-Hochwasser in Magdeburg im Einsatz waren, die Fluthelfernadel des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt.
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