Städtebauförderung lockt Investoren an. Heiligenhauser Innenstadt profitiert von dem Förderprogramm in besonderem Maße

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„Ohne Städtebauförderung hätten wir wahrscheinlich jahrelang eine Brachfläche auf dem Kiekert-Gelände“, so die Einschätzung von Siegfried Peterburs.

Der Chefplaner im Heiligenhauser Rathaus führte anlässlich des Tages der Städtebauförderung interessierte Bürger durch die Innenstadt zu den Projekten, die es ohne diese Förderung nicht geben würde. „Uns geht es darum, transparent zu machen, welche Projekte durch Städtebauförderung umgesetzt werden“, erläutert NRW.URBAN-Geschäftsführer Franz Meiers im Rathaus-Center, wo anschaulich anhand von Plänen, Fotos und Videos die Veränderungen dokumentiert wurden. Zum ersten Mal fand dieser Tag statt, an dem 70 Städte Baumaßnahmen vorstellten, die durch diese Förderung besondere Impulse erhalten haben. Städtebauförderung gibt es seit 1971, allerdings ist sie bei den Bürgern eher wenig bekannt.
Heiligenhaus hat davon in den vergangenen Jahren ganz erheblich profitiert: Mit 800.000 Euro wurde die Oberilp aufgewertet, hier wurde unter anderem ein völlig verkommenes Wohnhaus abgerissen. Insgesamt 5,5 Millionen Euro flossen in die Innenstadt zur Umgestaltung des 1,2 Hektar großen Kiekert-Areals.
„Ein Euro Förderung bringt sieben bis acht Euro an privaten Investitionen“, weiß Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. „Es ist also mehr ein Investitionsprogramm als ein Förderprogramm. Es ist wichtig, dass die Bürger das wissen und sich anschauen“, fordert Heinisch. „Daran denken die meisten nicht, wenn sie jetzt im Hefelmannpark die Sonne genießen oder dort im Winter mit ihren Kindern Schlitten fahren.“
Siegfried Peterburs hat schnell nachgerechnet: „Das sind rund 44 Millionen Euro an privatem Invest auf dem Kiekert-Gelände.“ Neben dem Hochschulbau und dem Einkaufszentrum wird sich bald noch was an dem ehemaligen Kiekert-Mitarbeiter-Parkplatz tun. „Im Sommer wird feststehen, welcher Investor dort neue Häuser mit 30 bis 35 Wohneinheiten errichten wird“, so Peterburs.
„Lange hatte Heiligenhaus keine Impulse erhalten“, stellte Bürgermeister Dr. Heinisch fest. „Die letzte große städtebauliche Veränderung war die Fertigstellung des Rathaus-Centers im Jahr 1989. Davor war es in den 60er Jahren der Bau des jetzigen Kirchplatzes, wobei man über den seinerzeitigen Abriss der Fachwerkhäuser dort diskutieren kann.“
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