Sie gehören zu Deutschlands Besten - Velberter Badmintonspieler bei der DM in Berlin erfolgreich

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Gisela Markus ist beim Spiel voll konzentriert. Fotos: Bangert

Sie sind so erfahren, da macht Renate Duderstadt und Gisela Markus im Badminton keiner was vor: Markus hat 1953 erstmals zum Schläger gegriffen, Duderstadt 1967.

Ob es die große Routine ist, die zu solchen Erfolgen führt? Gisela Markus hat jüngst bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin im Einzel, Doppel und Mixed den dritten Platz erspielt.
Weil ihre Altersklasse nicht zustande kam und sie sich deshalb mit Jüngeren messen musste, wurden die Platzierungen im Einzel und Mixed aufgewertet und sie darf sich - im Mixed zusammen mit Heinrich Schäfer - wiederholt Deutscher Meister nennen. „Das hat mir nicht so gefallen, lieber hätte ich mir den Titel sportlich erkämpft“, gibt sich die 76-Jährige bescheiden.

Renate Duderstadt ist erst durch Markus vor fünf Jahren zum Spielen von Meisterschaften gekommen. Sie erzielte in Berlin im Einzel den dritten Platz in der Altersklasse 65, im Mixed und Doppel wurde sie fünfte. „Vor allem der Erfolg im Einzel war für mich besonders. Im vergangenen Jahr hatte ich kaum Einzel trainieren können, deshalb hatte ich die DM als Trainingseinheit angesehen.Dass es dann so gut geklappt hat und ich erst gegen die amtierende Europameisterin ausgeschieden bin, war klasse“, bilanziert die 68-Jährige.
Die beiden Frauen trainieren zweimal pro Woche zusammen beim Post-Sport-Verein, zudem machen sie einmal wöchentlich Gymnastik. Hinzu kommen Joggen um den Schlammteich und Radfahren.

Der Badmintonsport fasziniert die beiden Frauen seit Jahrzehnten. Während Markus die Kameradschaft, die Freude an der Bewegung und der Siegeswille in die Sporthalle treibt, liebt Duderstadt das enorme Reaktionsvermögen, gepaart mit Köpfchen, das der Sport fordert.
Während Duderstadt erst in den letzten Jahren die Leidenschaft für Wettbewerbe gepackt hat, hat Markus schon früh Erfolge gefeiert. 1953 erzielte sie ihren ersten DM-Titel in der Jugend, weitere folgten, bis zum Tod ihrer Mutter im Jahr 1960. „Mein Vater brauchte mich im Geschäft, deshalb hörte ich mit dem Sport auf“, erinnert sich die Tönisheiderin.

1993 griff sie mit ihrer Tochter erstmals wieder zum Schläger, fing von vorne an. Zehn Jahre später holte sie in ihrer zweiten Badminton-Karriere wieder einen Titel. Inzwischen denkt sie über den richtigen Zeitpunkt aufzuhören nach. „In Berlin hat alles begonnen, in Berlin soll es enden“, hatte sich Markus gedacht. Wie gut, dass die nächsten Deutschen Meisterschaften wieder in Berlin ausgetragen werden...
Dann werden auch Heinrich Schäfer, der für die OSC BG Essen-Werden an den Start geht, und Gabriele Hahnemann wieder mit von der Parie sein.
Letztere hatte Lospech und war gegen starke Gegner in Berlin bei der DM ausgeschieden, ohne eine Platzierung zu erlangen.
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