Zehnjähriger Heiligenhauser nimmt Fahrt auf

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  Mit bis zu 105 Stundenkilometern düst Maximilian Bösing regelmäßig durch verschiedene Strecken. Der zehnjährige Heiligenhauser nimmt an Kart-Rennen teil und wurde als Nachwuchs-Talent entdeckt. So wird er nicht nur durch seine Eltern und seinen Onkel unterstützt, sondern auch durch den ADAC Nordrhein gefördert.

"Ich bin durch meinen älteren Bruder zum Kartfahren gekommen", erzählt Maximilian Bösing. "Im Jahr 2013 habe ich an einer Kartschule in Kerpen teilgenommen und dabei meine Lizenz erworben." Von da an habe ihn das Rennfieber gepackt. Oft und gerne ist er mit seinem Onkel Siegbert Matthews unterwegs, um zu trainieren oder an verschiedenen Rennen teilzunehmen. Ob beim ADAC Kart-Cup, dem Bambini NRW-Cup, den ADAC Kart-Masters oder dem Westdeutscher ADAC Kart-Cup (WAKC) - überall geht es um Zehntelsekunden. "Mein Ziel ist es natürlich immer, eine bessere Zeit zu fahren als meine Gegner." Aber natürlich fokussiere er es auch, seine eigenen Zeiten immer wieder zu unterbieten.

Die Kart-Bahn in Kerpen-Manheim sei seine Übungsstrecke. "Als ich sie das erste Mal gefahren bin, habe ich bestimmt weit über eine Minute gebraucht, vielleicht sogar fast zwei Minuten", so der junge Fahrer. "Inzwischen absolviere ich sie in circa 52 Sekunden." Angst habe er eigentlich nie, wenn er sich in sein 12 PS-starkes Kart setze. "Ich trage schließlich auch eine Schutzausrüstung mit Rennanzug, Helm, Brustschutz, Handschuhen und Spezial-Schuhen." Auch seine Eltern machen sich keine Sorgen, um ihren Sohn. "Er ist ein sicherer Fahrer, hat ein gutes Gefühl für die Strecken und sein Kart", so sein Vater. So bemerke der Zehnjährige sofort, wenn etwas mit der Technik nicht stimme. "Das ist dann einfach ein anderes Fahrgefühl und ich muss mit Onkel Siggi nachgucken, woran es liegt."
Ob Reifenwechsel, die Wartung des Motors oder aber die Pflege und der Austausch der sonstigen Ausrüstung - Siegbert Matthews kümmert sich um all das. Und auch die organisatorischen Dinge liegen in seinen Händen. "Das macht mir Spaß! Ich bin früher auch über 20 Jahre selber Langstrecken gefahren. Und genauso wie Maxi, bin auch ich Mitglied beim Motorsportclub Langenfeld", so der Heiligenhauser, der sich extra einen Wohnwagen angeschafft hat, mit dem er, seine Frau und sein Neffe zu den Rennwochenenden fahren.

Onkel ist nicht nur größter Fan, sondern auch größter Unterstützer


"Unser Jüngster ist derjenige, der am meisten unterwegs ist", erzählt der stolze Vater. "Natürlich verfolgen wir alles und fiebern begeistert mit, aber meine Frau und ich haben nicht die Möglichkeit, so viele Wochenenden an der Rennstrecke zu verbringen. Meinem Schwager sind wir daher sehr dankbar für seine Unterstützung!" Es sei schön, dass sie sich auf ihn verlassen können. Schließlich dürfe man nicht außer Acht lassen, dass Siegbert Matthews nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld investiert. Das Kart, die sonstige Ausrüstung, die Wartung, die Fahrtkosten sowie die Unterbringung an den Rennwochenenden - all das summiert sich. "Das Fördergeld des ADAC Nordrhein reicht dafür bei Weitem nicht aus", so Matthews. Für weitere Sponsoren sei man daher sehr dankbar.

Einmal kam es zu einem Unfall


Einmal sei es zu einem Unfall gekommen, erinnert sich Maximilian Bösing: Als ihn der Gegner auf einer Geraden rammte, verlor er die Kontrolle über sein Kart, kam von der Fahrbahn ab und krachte in einen Reifenstapel. "Gebrochen habe ich mir dabei zum Glück nichts, ich hatte aber einige Prellungen", so der Junge, der nun von der Gerhart-Tersteegen-Grundschule auf die Realschule Heiligenhaus wechselte. Die Freude am Rennsport habe ihm das nicht genommen. Im Gegenteil, ans Aufhören will der Heiligenhauser noch lange nicht denken: "Eigentlich ist es mein Wunsch, irgendwann als Profi-Fahrer Geld zu verdienen." Und dafür trainiert er fleißig.
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