Fraktion Wir für Wesel für den Erhalt des Bislichbades

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Foto-Upload erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Facebook-Gruppe "BislichBad retten". (Foto: privat)
Presseerklärung der Fraktion Wir für Wesel zur Schließung des Bislichbades

Die Fraktion Wir für Wesel ist verwundert über die von der CDU scheinheilig geführte Diskussion zur geplanten Schließung des Bislichbades. Hier wird schon fast der Eindruck erweckt, als wenn die Bäder GmbH ein Bad schließen möchte, und die Politik den Informationen hinterher rennt. Tatsächlich haben Herr Linz und die CDU im Frühjahr d. J., übrigens gegen den Rat des Bäder-Geschäftsführers Michelbrink, die Schließung als Beitrag zur Haushaltssanierung gefordert und sind leider jetzt überfordert.
Um es klar zu sagen. Die Fraktion Wir für Wesel ist gegen eine übereilte Schließung des Bislichbades im Sommer 2016.
Zunächst mal ist es auch aus unserer Sicht richtig, dass man alle Einsparmöglichkeiten zur Sanierung des städt. Haushaltes auf den Prüfstand stellt. Es ist auch richtig, dass mögliche Optionen zum Betrieb des Bades über einen Trägerverein in die Überlegungen einbezogen werden. Es ist aber unerlässlich, dass dringend ein Gesamtkonzept für den Erhalt und Fortbestand der Bäderlandschaft in Wesel erstellt werden muss bevor man aus Prinzipienreiterei ein Bad schließt.
Zunächst müssen bei einer Schließung des Bislichbades die möglichen Einsparungen auch den städt. Haushalt erreichen. Das Defizit von derzeit 110.000 € läßt sich aber nicht einsparen, da ein großer Teil des Defizites bei den städt. Bädern verbleibt. Völlig ungeklärt ist die Frage, was mit den derzeitigen Nutzern des Bades passiert. Sollten die Schulklassen und Vereine ins Heubergbad verlagert werden reduzieren sich natürlich die Einnahmen aus den freien Schwimmzeiten im Heubergbad und das Einsparpotential bei der Bäder GmbH wird noch weiter reduziert. Ein Trägerverein muss aber die Möglichkeit haben das Bislichbad profitabel zu betreiben. Als Lehrschwimmbad mit einer überwiegenden Nutzung über Schulklassen und Vereine ist dies aber kaum möglich. Wie zuletzt von der CDU zu lesen war, plant man evtl. eine Anschubfinanzierung aus städt. Mitteln zu gewähren. Werfen wir jetzt gutes Geld schlechtem hinterher, so wird am Ende die Schließung des Bades für die Stadt teurer werden als der Erhalt unter den jetzigen Bedingungen.
Die städt. Bäderlandschaft in Wesel benötigt dringend ein Gesamtkonzept. Insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Investitionen in das Heubergbad und mögliche Investitionen in den kommenden Jahren in das Rheinbad. Als Fraktion Wir für Wesel wollen wir uns keiner guten Idee zur Sanierung des städt. Haushaltes verschließen, aber die Schließung des Bislichbades gehört nicht dazu. I. Ü. haben es die Bislicher wie die wassersporttreibenden Vereine verdient, dass man ihnen wirklich und nicht nur zum Schein zuhört und ihre logischen Argumente berücksichtigt.
Fraktion „ Wir für Wesel“
Thomas Moll
Fraktionsvorsitzender
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