Premiere für Sport-­ und Gruppenhelferforum im Kreis Wesel

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(Foto: privat)
Auf den ersten Blick kein ungewöhnliches Bild:
Akkurat nebeneinander drapierte Tischtennisplatten füllen die Sporthalle Nord des Konrad-­Duden-­Gymnasiums Wesel. Eigentlich ein sicherer Hinweis, dass Ping-Pong, klassischer Vertreter der Rückschlagsportarten, auf dem Programm steht.

Doch es ist alles anders: Arvid Schleich aus Köln, dem eine Gruppe Schüler aufmerksam zuhört, ist weder Lehrer noch hat er Schläger in seiner Materialtasche. Er und ein paar Freunde haben 2006 das Spiel "Headis" oder Kopfballtischtennis erfunden, bei dem ein Gummiball ausschließlich mit dem Kopf über das Netz befördert werden darf.

Trendsportart


Mit ihrer Trendsportart haben sie einen Nerv getroffen. Bis heute wächst das
internationale Interesse. Dieser Workshop reihte sich am Montag in das Programm ein, das etwa 110 Schülerinnen und Schüler und 15 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreis Wesel in die Kreisstadt lockte.

Organisiert hatte die Premiere des Sport-­ und Gruppenhelferforums der Kreissportbund Wesel (KSB). Unterstützung erhielt der KSB vom Konrad-­Duden Gymnasium, in dessen "sportlichen Wohnzimmer", der Sportanlage Wesel-­Nord, die Veranstaltung stattfand.
Die Teilnehmer engagieren sich alle samt in einer landesweiten Initiative, bei der Schüler im Alter zwischen 13 und 17 Jahren an ihren Schulen zu Sporthelfern ausgebildet werden. Sie organisieren eigene Bewegungsangebote an ihren Schulen – zum Beispiel Pausensport und AGs – oder gehen den Sportlehrern zur Hand.

Zwei Schulen für außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet



Das Forum bot nicht nur die Möglichkeit des Kennenlernens und der Weiterbildung, sondern war auch eine Gelegenheit, "Danke" zu sagen für den unermüdlichen Einsatz im Sport. So ließ es sich Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp nicht nehmen, die Sportbegeisterten zu begrüßen und – gemeinsam mit der Sportjugend im Kreissportbund Wesel – zwei Schulen für ihr außergewöhnliches Engagement auszuzeichnen.

Einen prall gefüllten Ballsack und eine Urkunde erhielten das Andreas-­Vesalius-Gymnasium Wesel und die Heinrich-­Pattberg-­Realschule Moers.
Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit würden die jungen Menschen nicht nur der Gesellschaft dienen, sondern auch wichtige Punkte für eine Bewerbung sammeln, so Wesels erste Bürgerin.

Viele positive Rückmeldungen


Die Anmeldelisten waren schnell gefüllt. "Über das große Interesse haben wir uns natürlich gefreut. Es gab viele positive Rückmeldungen von den Schülern und Lehrern. Sicherlich wird das nicht das letzte Sport-­ und Gruppenhelferforum im Kreis Wesel gewesen sein", zieht Anna Klaassen, Fachkraft für Kinder-­ und Jugendsport im Kreissportbund Wesel, ein positives Fazit.

Aus insgesamt zehn verschiedenen Angeboten konnten sich die Teilnehmer ihr individuelles Programm zusammenstellen. Ob Crossboccia, Slackline, Breakdance, Beach-­Handball oder Bogenschießen, keinem Workshop mangelte es an Interessenten. Auch über Themen wie Rechtsextremismus tauschten sich die Jugendlichen intensiv aus.
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