Zuständig für tiefe Töne - Musikschule freut sich über neue Bass-Klarinette

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Martin Schreckenschläger (r.) Vorsitzender des Fördervereins der Musikschule, übergibt die Bass-Klarinette Michael Eckelt, dem Leiter der Musikschule. Das kleine Intrument ist eine normale B-Klarinette. (Foto: Barbara Zabka)

45 satte, sonore Töne hat die neue Bass-Klarinette, über die sich Musikschulleiter Michael Eckelt im Namen seiner 2300 Nachwuchsmusiker freut. Das "Flagschiff der Klarinetten" ist ein Geschenk des Fördervereins, der seit sechs Jahren außergewöhnliche Sonderinstrumente für die Musikschule finanziert.

Witten. "Nach einem Konzert-Xylophon, einer Piccolo-Flöte und einer A-Klarinette haben wir uns in diesem Jahr für eine Bass-Klarinette entschieden", betont Vorsitzender Martin Schreckenschläger. Dabei hat der Förderverein recht tief in die Tasche gegriffen, denn mit 8000 Euro ist es ein recht wertvolles Geschenk.

Zum Einsatz kommt das Instrument hauptsächlich in der Orchester- und Ensemblearbeit. Genaueres ist aber bislang nicht geplant. Fest steht allerdings, dass ausgewählte Schüler in den Genuß der Bass-Klarinette kommen werden. Das heißt, nicht nur im Unterricht, sondern auch daheim. "Unsere Schüler können die Instrumente aus unserer Instrumentenkammer mit nach Hause nehmen. Dafür haben wir sie extra versichert," betont Michael Eckelt. "Das machen wir bei vielen Instrumenten so."

Allerdings ist die große Klarinette nichts für Anfänger. Nur fortgeschrittene Schüler können darauf spielen, und selbst sie müssen viel üben. "Auch ich muss mich erst darauf einspielen", schmunzelt Profi Michael Eckelt. Und spielt eine kleine Sequenz - als Kostprobe sozusagen. Die tiefen Töne hallen lange nach.

Rund 40 Kinder lernen momentan das Klarinettenspiel bei der Musikschule. Das Standard-Schulungsinstrument ist in der Regel die B-Klarinette. Es gibt Gruppenstunden, aber auch Einzelunterricht. Letzteres bietet sich bei der Klarinette an. Die Tarife sind einheitlich und nicht abhängig vom Musikinstrument. Einen Monat lang, eine Unterrichtseinheit wöchentlich, kostet momentan 76,50 Euro. Seit drei Jahren sind die Preise übrigens stabil geblieben. Leichte Preissteigerungen seien aber in naher Zukunft zu befürchten, so Eckelt.

Um die Arbeit der Musikschule auch künftig fördern und unterstützen zu können, sucht der Förderverein noch dringend Mitstreiter. Für zwölf Euro im Jahr sind neue Mitglieder herzlich willkommen. Finanzkräftige Förderer könnten sicher stellen, dass die Musikschule trotz sinkendem Budgets ihren guten Ruf behält. "Die Vielfalt der Kultur ist mindestens so groß wie beim Sport", so Eckelt weiter. "Aber wir finden leider nicht so schnell Sponsoren."

Welcher "Glückspilz" als Erster die stattliche Bass-Klarinette blasen darf, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Gerhard Giel, Dozent, Pianist, Konzert-Manager und Komponist an der Musikschule, will spontan ein Solo-Stück für den Bass schreiben. Und dann kann jeder dem Sound der großen Klarinette lauschen.

Text und Foto: Barbara Zabka
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