Die traurige Leidensgeschichte eines Kahlkopfs

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Verdammte Vorboten
des Verfalls

Es ist die betrübliche Geschichte vieler junger Männer, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden - anonym erzählt von einem Betroffenen: "Als Kind habe ich meinem Vater oft belustigt zugeschaut, wie er nach der täglichen Haarwäsche seinen Kopf mit dem Handtuch nicht einfach trockengerubbelt, sondern ganz, ganz vorsichtig abgetupft hat. Heutzutage verstehe ich, warum. Denn nun leide ich unter den verdammten Vorboten des Verfalls.

Waren es erst die Geheimratsecken - auch gern "Ministerwinkel" genannt - sieht es jetzt auf dem Hinterkopf Haar-technisch ganz schön dünn aus. Und ich leide still vor mich hin. Statt mit Haarausfall geplagt zu sein, wären mir jetzt - ehrlich gesagt - ein paar Fältchen mehr viel lieber. Aber muss es denn gleich ein kreisrunder "Hubschrauber-Landeplatz" - fachsprachlich: "Alopecia areata" - sein? Die Haare dürfen grau oder meinetwegen auch "Friedhofs-blond" werden, aber Hauptsache ist doch, sie bleiben. Tun sie aber ums Verrecken nicht!

Bleiben mir immerhin noch einige Optionen, um akzeptable Lösungen herbeizuführen. Eine davon wäre die Rasurglatze. Doch die funktioniert offensichtlich nur bei Pep Gardiola und Bruce Willis. Unsereins dagegen sähe sicherlich wie ein Ei mit Brille aus. Die andere: eine OP. Zwar kostet die so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen, verspräche aber wieder volle Haarpracht, siehe Meistertrainer Jürgen "Kloppo" Klopp und Diskus-Ass Robert Harting. Die dritte Option: Man ließe der Natur freien Lauf. Dann jedoch müsste unsereins richtig stark sein, um die garantiert folgenden blöden Bemerkungen der Leute zu ertragen. Oder die ganz einfache Lösung: Hut auf'n Kopp - und fertich."

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