Girls day: Mädchen waren bei der Feuerwehr

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Beim Girls Day 2016 hatten Mädchen bundesweit wieder einmal Gelegenheit, in „mädchenuntypische“ Berufe hineinzuschnuppern. Zwei Gruppen von jeweils etwa 20 Mädchen im Alter von 14 bin 17 Jahren waren zu diesem Zweck am Donnerstag bei der Wittener Berufsfeuerwehr zu Gast.

Die jungen Damen kamen nicht nur aus Witten, sondern auch aus den umliegenden Städten. Unter der fachkundigen Führung der Berufsfeuerwehrleute Daniela Skiba und Joscha Bazynski wurden ihnen bei einem Rundgang die Wittener Wache und der Beruf des Feuerwehrmanns ausgiebig vorgestellt.
Anschließend wurde die Gruppe dreigeteilt. Im Außenbereich stellten die Profis Ralf Hippert und Daniel Trampisch Einsatzfahrzeuge und deren Ausrüstung vor. Bei dieser Gelegenheit konnte, wer wollte, mit einer Drehleiter in die luftige Höhe von 25 Metern befördert werden und sich die Wache und die Stadt von oben anschauen. Die meisten der Teilnehmerinnen machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Im Innenbereich ging es, gemeinsam mit Joscha Bazynski, auf die Atemschutzstrecke. Die enge Strecke mit Hindernissen und engen Röhren, auf der einmal im Jahr alle Berufsfeuerwehrleute in kompletter Montur mit Atemschutzausrüstung bei Hitze und Rauch ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen müssen, konnten die Mädchen ebenfalls absolvieren – allerdings im Hellen und lediglich mit Feuerwehrjacke-, hose und Handschuhen ausgerüstet.
Abschließend waren sich alle einig, dass der Beruf des Feuerwehrmanns sicherlich nicht immer ein Zuckerschlecken ist, und auch nicht jedermanns Sache, wie die 14-jährige Isabel Kempe bestätigt. „Der Vater einer Freundin von mir ist bei der Feuerwehr“, sagt sie. „Als ich noch kleiner war, wollte ich auch mal zur Feuerwehr, aber ich merke, dass ich dafür einfach zu ängstlich bin. Auf jeden Fall war es ein interessanter Tag, und es ist völlig anders als bei den ganzen Fernsehserien.“
Dass ein Job bei der Feuerwehr längst nicht mehr eine reine Männersache ist, kann der Pressesprecher der Berufsfeuerwehr Ulrich Gehrke bestätigen. „Der Beruf ist bereits seit vielen Jahren auch für Frauen attraktiv – Tendenz steigend“, berichtet er. „Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Witten sind unter 350 Mitgliedern 20 Frauen, bei der Berufsfeuerwehr unter 90 Mitgliedern zwei Frauen und bei der Jugendfeuerwehr unter 160 Mitgliedern 40 Mädchen.“
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