Salon „Frauenbilder“: Fotografin Brigitte Kraemer zu Gast

Wann? 23.04.2015 18:00 Uhr

Wo? Zeche Nachtigall, Nachtigallstraße 35, 58452 Witten DE
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Foto aus der Serie „Frauen im Frauenhaus“. (Foto: Brigitte Kraemer)
Witten: Zeche Nachtigall |

Erschreckende Zahlen: In NRW suchen jedes Jahr fast 10.000 Frauen in Frauenhäusern Schutz vor häuslicher Gewalt. 66 dieser Einrichtungen gibt es im Land. Brigitte Kraemer fotografiert bereits seit 1981 in verschiedenen Projekten in nordrhein-westfälischen Frauenhäusern.

Im nächsten Salon „Frauenbilder“ im Industriemuseum Zeche Nachtigall am Donnerstag, 23. April, Beginn 18.15 Uhr, zeigt die vielfach ausgezeichnete Fotografin aus Herne eine Auswahl ihrer Arbeiten. Im Interview mit Ingrid Telsemeyer vom Industriemuseum berichtet sie über das langjährige Projekt.
Marion Steffens, Mitbegründerin des 1992 im Ennepe-Ruhr-Kreis eröffneten Frauenhauses, liefert dazu Fakten.

Kontakt zu Bewohnerinnen des Frauenhauses

Kraemer hat in ihrem neuesten Projekt den Kontakt auch zu ehemaligen Bewohnerinnen des Frauenhauses gesucht und sie mit einem fotografischen Portrait und in kurzen Texten einfühlsam dargestellt. „Dass sie seitdem keine Gewalt mehr erlebt haben, war mir eine Freude und Zuversicht“, so die Fotografin in ihrem gerade erschienenen Fotoband „Auf der Schwelle“. Darin porträtiert sie das Leben im Frauenhaus mit großformatigen schwarz-weiß-Aufnahmen und Texten. Auf der Zeche Nachtigall wird die Fotografin ausgewählte Fotos aus unterschiedlichen Zeitphasen zeigen und über ihre Eindrücke, Motivation und Arbeitsweise, die Technik und die Entstehungsbedingungen der Fotos und Texte sprechen.

Brigitte Kraemer ist freischaffende Fotografin im Ruhrgebiet, die schon viele Publikationen herausgebracht hat. Sie studierte Fotografie und Grafik-Design an der Folkwang Hochschule in Essen. Neben Auftragsarbeiten für Magazine wie „Spiegel“, „Stern“ und „Die Zeit“, wurde ihre Arbeit in zahlreichen Einzelausstellungen in Museen und Galerien gezeigt und vielfach ausgezeichnet.

Marion Steffens engagiert sich seit der Gründung 1992 im Verein „Frauen helfen Frauen EN“, der die zentrale Anlaufstelle zum Thema Gewalt gegen Frauen im Ennepe-Ruhr-Kreis ist. Daneben setzt sie sich seit vielen Jahren auf nationaler und internationaler Ebene dafür ein, die Rechtslage und die Angebote für Opfer geschlechtsbezogener Gewalt zu verbessern. Für ihre Arbeit erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, unter anderem vom LWL, von der Bosch Stiftung und von der internationale Stiftung „ashoka“.
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Gisbert Friege jun. aus Bochum | 22.04.2015 | 14:57  
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