VfL-Urgestein Erwin Tetzlaff feierte 80. Geburtstag

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VfL-Urgestein Erwin "Itze" Tetzlaff: immer auf Ballhöhe. amö-Foto
 
Das Foto zeigt die Meistermannschaft des VfL Witten, die anno 1966 den Aufstieg in die Landesliga schaffte (v. l.): Hohmeier, Heyermann, Humke, van Elst, Ratayczak, Tetzlaff, Gülig, Röder, Stelmarzik, Quadflieg, Duffe und Trainer "Kappi" Schneider. Foto: Archiv Dieter Hohmeier

Vielseitiger Kicker konnte
nicht nur Torhüter, sondern
auch die Abteilung "Attacke"

Er war mal ein richtig guter Torwart. Aber auch als Feldspieler war er eine Klasse
für sich. Und am 24. Februar feierte Ex-VfL-Kicker
Erwin "Itze" Tetzlaff seinen runden 80. Geburtstag.

Als sich Klein-Erwin, 14 Jahre jung, anno 1950 dem damaligen Top-Club der Ruhrstadt, VfL Witten 07, anschloss, hatte der einstige Oberligist schon seine allerbesten Jahre hinter sich. Doch das war dem leidenschaftlichen Straßenkicker, der bei der Wittener Maschinenfabrik Korfmann eine Werkzeugmacher-Lehre absolvierte, eigentlich egal. Er wollte einfach nur eins: Fußball spielen. Und dass der kleine "Itze" alles richtig gemacht hat, sollte sich einige Jahre später noch zeigen.

1954, dem Jahr, als Deutschland sensationell Fußball-Weltmeister wurde, wechselte Jugendstammtorwart Tetzlaff ins Senioren-Team des VfL. Und er staunte nicht schlecht, als unter Trainer Willi Kronsbein seine Torwart-Qualitäten nicht gefragt waren, sondern "Itze" wurde von ihm zum Feldspieler umfunktioniert, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem echten Allrounder und galt darüber hinaus auch noch als treffsicherer Elfmeterschütze.

Auch VfL-Fußball-Legende Dieter Attern (92), der den damaligen Landesligisten zwei Jahre trainierte, schätzte die Qualitäten des vielseitigen Fußballers und sagt: "Erwin war nicht nur technisch versiert, sondern - wenn es im Spiel ums Ganze ging - unser Mann für die ,Abteilung Attacke'."

Der agile Kicker gehörte von 1954 bis 1968 zur Stammelf des Wittener Spitzenvereins. Viele Schlachten vor voller "Hütte" wurden im Wullen geschlagen. Siege und Niederlagen wechselten sich ab, Aufstiege wurden frenetisch gefeiert, Abstiege einfach mit Alkohol ertränkt. Zur damaligen Tradition beim VfL gehörte auch, dass die Schiris im Vereinslokal "Zum Stadion" vor den Spielen stets mit einem Bierchen sowie dem dezenten Hinweis: "Und, Herr Schiedsrichter, immer daran denken, wir brauchen jeden Punkt", empfangen wurden.

Nach 14 Jahren und gefühlt genauso vielen Trainern hängte Erwin Tetzlaff, der während seiner Fußballkariere von schlimmeren Verletzungen verschont blieb, seine Fußballstiefel endgültig an den berühmten Nagel, ehelichte die hübsche Tochter des Vereinswirts, gab seinen Beruf auf und übernahm mit Gattin Ingrid, mit der er inzwischen 48 Jahre verheiratet ist, das VfL-Vereinslokal.

"Fortan hatte ich einen neuen Job: "Ich war ,Kranführer'", sagt schmunzelnd Geburtstags-Jubilar Tetzlaff und fügt hinzu: "Und dass daraus lange 28 Jahre wurden, das hätten meine Ingrid und ich uns damals auch nicht träumen lassen. Aber das stammt ja alles noch aus dem vorigen Jahrhundert."



Das Foto zeigt die Meistermannschaft des VfL Witten, die anno 1966 den Aufstieg in die Landesliga schaffte (v. l.): Hohmeier, Heyermann, Humke, van Elst, Ratayczak, Tetzlaff, Gülig, Röder, Stelmarzik, Quadflieg, Duffe und Trainer "Kappi" Schneider. Foto: Archiv Dieter Hohmeier





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