Ein "angesagter Schneider" drückt seine "Luschen"

Maurer mit
langer Flöte

Wer ein allseits bekannter Maurer ist, muss nicht zwangsläufig zur altehrwürdigen Handwerkerzunft gehören. Genauso wenig wie ein angesagter Schneider. Und wer eine lange Flöte hat, muss nicht unbedingt ein Musiker sein.

Auch hat "Luschen drücken" nichts mit liebkosen zu tun. Vielmehr gehören "Maurer", "Schneider", "lange Flöte" und "Luschen drücken" zum ganz normalen Vokabular eines schon über
200 Jahre alten urdeutschen Kartenspiels, das schon bald zum Weltkulturerbe gehören könnte.

Und wenn Sie, liebe Leser, jetzt sagen: "Das kann ja nur Skat sein", liegen Sie genau richtig. Einst galt das Reizen und Stechen mal als das beliebteste Kartenspiel der Deutschen. Doch seit einigen Jahren schrumpft und schrumpft die Schar der Skatbrüder. Sogar viele traditionsreiche Vereine mussten sich schon auflösen, weil ihnen die Spieler wegstarben.

Und der dringend benötigte Nachwuchs zockt derweil lieber beim Computer-Skat im Internet. Viele alte Skat-Hasen erinnern sich noch wehmütig an die guten alten Zeiten, als in verqualmten Kneipen unter Geweihen, Pokalen und Wimpeln gereizt, getrumpft, gestochen und mancher Skatbruder ultimativ aufgefordert wurde, "doch mal die Hose runterzulassen", und einige Durchgänge später haben sie ihm auch noch ganz ungeniert "den A... gespalten".

Autor:

Alfred Möller aus Witten

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