Tokio 1964: KLAUS ROST gewinnt Silbermedaille - Ruhrstadt empfing ihren HERO mit großem Bahnhof

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Klaus Rost: jung, dynamisch und erfolgreich. Archiv Rost
 
Witten empfing seinen "silbernen Jungen" Klaus Rost mit großem Bahnhof. Im Cabriolet begleitete der Silbermedaillengewinner von 1960, Günter Maritschnigg (r.), flankiert von SUA-Ringern den olympisch Geadelten zum Marktplatz. Foto: Archiv Rost

Vor 50 Jahren, am 14. Oktober 1964, feierte die Wittener Ringer-Legende Klaus Rost seinen wohl größten sportlichen Erfolg. Er gewann bei den XVIII. Olympischen Sommerspielen von Tokio die Silbermedaille.

Für den 24-jährigen Stilisten, der damals noch für die bärenstarke Staffel von Sport-Union Annen auf die Matte ging und sein Tokio-Ticket als Deutscher Freistil-Meister im Leichtgewicht erkämpfte,
war es die erste von insgesamt drei Olympia-Teilnahmen (Mexico City 1968 und München 1972).

Hoch motiviert, es seinem SUA-Vereinskameraden Günter Maritschnigg, der vier Jahre zuvor in Rom Silber gewann, gleichzutun, trat der ehrgeizige Wittener Athlet mit der letzten gesamtdeutschen Mannschaft die Reise von Frankfurt ins ferne Tokio an. Als ihn sein Oggersheimer Ringersportfreund Heinz Kiehl während des Fluges fragte: "Na, Klaus, bisse denn in Form?", antwortete der schmunzelnd: "Ich denke, für'n Einmarsch wird's schon reichen."

Und als soweit war, alle Athleten im Stadion standen, der am Tag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima geborene Yoshinori Sakai das Olympische Feuer entzündete und Japans Kaiser Hirohito die XVIII. Sommerspiele feierlich eröffnete, "war es plötzlich da: mein ganz persönliches olympisches Gänsehautgefühl", erinnert sich der inzwischen 74-Jährige.

Für den Wittener Kämpfer sollte es aber noch viel prickelnder werden. Trotz großer Konkurrenz - insgesamt 22 Top-Athleten stritten im Leichtgewicht um die Medaillen - und einer genähten Kopfwunde erreichte der Annener Griffspezialist nach vier Mattenduellen (drei Siege, eine Niederlage) und einem Freilos sein großes Ziel: das Finale! Sein Gegner: Weltmeister Enju Dimow.
"Da ich ja schon Silber hatte, ging ich ziemlich locker in den Kampf. Aber gegen den cleveren, bärenstarken Bulgaren hatte ich an
dem Tag echt keine Siegchance", wirft Rost noch einmal einen
Blick zurück.

Mit der Gewissheit, sich den Traum vom Treppchen ("Ein grandioses Gefühl und einzigartiges Erlebnis") erfüllt zu haben, kehrte der SUA-Ringer schon ein wenig stolz sowie olympisch geadelt in die Ruhrstadt zurück.

Seine Annener Sportfreunde empfingen ihren Helden mit "großem Bahnhof", chauffierten ihn unter dem Beifall der etwa 5.000 begeisterten Fans in einer offenen Nobelkarosse zum Rathausplatz, wo die Wittener Stadtspitzen um Oberbürgermeister Fritz Reincke ihren "Silber-Jungen" mit vielen Aufmerksamkeiten, noch mehr Blumen und hohen Belobigungen nur so überschütteten.

Die Blumen sind längst verwelkt; der olympische Ruhm dagegen währet ewiglich.


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