Zwei neue Defibrillatoren für Xanten ***Mit Video***

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Claudia Kienzle, Restauratorin, Elisabeth Maas, stellvertretende Leiterin des StiftsMuseums, Holger Joosten, Auweh-NRW, Tobias Faasen, Verwaltungsreferent der Kirchengemeinde, Holger Wefers, Kirchenvorstand St. Viktor, Guido Lohmann, Vorstandschef Volkbank Niederrhein mit der Puppe "Little Anna", an der der Defibrillator demonstriert wurde.
Insgesamt über 20 Defibrillatoren-Standorte in Xanten

In der heutigen Zeit kann es jeden treffen, vom Kind bis zum Senior: Herzstillstand oder Kammerflimmern.
Neben den erste Hilfe Maßnahmen, mit Herzrhythmusmassage und der Beatmung, kann auch ein Defibrillator helfen, denn dieser analysiert, ob der oder die Betroffene zur Ingangsetzung des Herzens einen Stromschlag bekommt oder nicht.
"Leider haben immer noch sehr viele Menschen Angst vor einem Defibrillator (Kurz: Defi)," beschreibt Holger Joosten von Auweh-NRW, "das müssen sie aber überhaupt nicht."
Jährlich sterben tausende Menschen an einem plötzlichen Herztod. Diese Zahl hätte mit Hilfe eines Defis gesenkt werden können.
Um vielen die Angst vor dem elektrischen Lebensretter zu nehmen, gibt es an über 20 Standorten in Xanten einen solchen Defi. Zwei weitere wurden kürzlich an das StiftsMuseum und den Dom in Xanten übergeben.
"Bei vielen liegt der letzte Erste Hilfe Kurs Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte zurück," berichtet Joosten, "deswegen wurde das Gerät so konzipiert, dass wirklich jeder diesen Defi benutzen kann." Klar werden an jedem Standort einige Mitarbeiter darin geschult, aber jeder kann und sollte die Angst davor verlieren.
So klein das Gerät auch ist, es kann ein Menschenleben retten. Durch den Stromstoß wird die Fehlfunktion des Herzens unterbrochen und der gewohnte Rhythmus wiederhergestellt.
"Es ist immer besser etwas zu unternehmen, als tatenlos daneben zu stehen." Diesen Satz sollte sich jeder merken. "Ab dem Zeitpunkt, wo die Reanimation des Betroffenen beginnt, kann man nichts mehr falsch machen," so der Fachmann von Auweh-NRW.
Während einer sich um die manuelle Wiederbelebung kümmert, sollte ein weiterer schnellstmöglich den Defi holen. Ab dem Zeitpunkt wo das Gerät geöffnet wird, spricht es mit einem und gibt genaue Anweisungen, was zu tun ist. Wo die Elektronen angesetzt werden, sieht man auf Piktogrammen und über alles weitere informiert der Defi. 30 Mal Herzrhythmusmassage und zwei Mal Beatmen. In dem Koffer gibt es auch eine Beatmungs-Maske, um den direkten Mund-zu-Mund-Kontakt bei der Beatmung zu verhindern.
Nach der Analyse, ob der Betroffene geschockt werden muss oder nicht, folgen weitere Instruktionen. Soll geschockt werden, gibt es die Anweisung, den Patienten nicht anzufassen und die Schockauslösung zu drücken und anschließend die Herzmassage fortzzuführen. Auch den richtigen Rhythmus gibt das Gerät an.
Wenn aus irgendeinem Grund die Rettungskräfte länger brauchen, kann das Gerät, wenn noch immer Kammerflimmern und Herzstillstand besteht, bis zu anderthalb Stunden alle zwei Minuten einen Stromstoß abgeben.
"In den letzten sieben Jahren konnten vier Menschen mit Herzstillstand mit diesem Gerät erfolgreich wiederbelebt werden, "erklärt Holger Joosten. "Die Tendenz, dass Firmen, Geschäfte, Schulen und Vereine sich ein solches Gerät anschaffen, hat in den letzten Jahren stark zugenommen."
Mit Hilfe der Volksbank Niederrhein und der Beharrlichkeit der Restauratorin Claudia Kienzle war es möglich, gleich zwei Defis für die Domgemeinde anzuschaffen. Ab sofort sind sie in greifbarer Nähe im Windfang des StiftsMuseums und im Eingangsbereich des Xantener Doms zu finden. Die Standorte sind für jedermann leicht an dem Aufkleber zu erkennen, der ein weißes Herz mit einem Blitz zeigt.

Wie der Defibrillator funktioniert sehen Sie hier in einem Video:
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