Erich-Kästner-Schüler bauten Plastik-Kunstobjekte

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Kunstlehrerin Andrea Engel und Ursula Saul-Ludwig mit einigen der beteiligten Schüler. (Foto: privat)

Schüler einer neunten Klasse der Erich-Kästner Gesamtschule vollendeten das, was ein Jahr zuvor bereits ein Oberstufenkurs begonnen hatte.

Im Unterrichtsfach Kunst/Medienkunst bauten sie zwei große Plastiken.
„Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten rund ein Jahr an den jeweiligen Objekten, zumeist außerschulisch, also nachmittags nach dem Unterricht“, erzählt Kunstlehrerin Andrea Engel. Gemeinsam mit der Bildenden Künstlerin Ursula Saul-Ludwig, die sich bereits seit einigen Jahren als Bühnen-und Szenenplastikerin betätigt, hatte sie das Projekt angeschoben, das daraufhin vom Landesprogramm „Kultur und Schule“ genehmigt und entsprechend mit Fördergeldern unterstützt worden war.
Herausgekommen sind in den insgesamt knapp zwei Jahren Arbeit ein zwei Meter großes Ohr, das bereits 2013 kurz vor Beginn der Sommerferien mit einem Oberstufenkurs fertiggestellt worden war, sowie ein Auge als „begehbare“ Halbplastik.
Ist Ersteres noch vorwiegend als überdimensionale bequeme Sitzgelegenheit für die Schüler gedacht, soll das Auge auch im Unterricht praktische Verwendung finden, beispielsweise im Bereich der Physik. Da die Iris der mit etwa 1,60 Meter buchstäblich auf Augenhöhe angelegten Halbplastik fehlt, füllt der Kopf eines dahinterstehenden Schülers diese Leerstelle komplett aus, bildet gewissermaßen den Mittelpunkt.
„Gleichzeitig liegt er damit mitten im Auge des Betrachters und ermöglicht ihm einen anderen Blick auf die Welt“, erklärt Saul-Ludwig.
Ebenfalls angedacht ist, dass man für den Kunstunterricht verschiedene Schablonen für Farbeffekte hinter das Auge schieben kann.
Beide Modelle wurden jeweils durch einen Innen-und Unterbau aus solidem Stahl konstruiert und anschließend mit Glasfasermatten und einem Beschichtungsmaterial versehen, was für dauerhafte Haltbarkeit sorgen soll.
Denn die Plastiken sollen natürlich auf Dauer den Schulalltag verschönern.
Für ein weiteres Projekt, eine Figur im Außenbereich für die Freiluftklasse, hat sich Engel bereits beworben, jedoch steht die Genehmigung durch das Landesprogramm noch aus.
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