Verborgene Tiere - das Metier der Kryptozoologie

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Die Tierwelt unter die Lupe genommen... (Foto: Quelle: oldskoolman.de)

Auch wenn sie als Teil der Zoologie zur Biologie zählt, hat die Kryptozoologie einen zweifelhaften Ruf in der Wissenschaft. Der Begriff leitet sich vom griechischen „kruptos“ (versteckt/verborgen), „zoon“ (Lebewesen) sowie „logos“ (Lehre/Studie) ab und kann somit als „Lehre von verborgenen Lebewesen“ definiert werden.

Womit beschäftigt sich dieses Gebiet der Zoologie?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir bisher weniger als 0,01 Prozent der Tierarten auf unserem Planeten entdeckt haben. Der Großteil der unbekannten Spezies wird vor allem in Reich der Insekten und wirbellosen Tiere vermutet. Doch auch in den Meeren sind bisher 95 Prozent der Biomasse unentdeckt geblieben. Die Kryptozoologie beschäftigt sich vorwiegend mit den großen Tierarten. Dabei dienen meist ethnologische Quellen wie Augenzeugenberichte und bildliche Darstellungen der Identifizierung. Deshalb verwundert es nicht, dass die Forscher in diesem Bereich eher in Museen, Büchereien oder Archiven suchen als im Feld. Zu den Kategorien, in die Kryptide eingeteilt werden zählen unter anderem unbekannte oder potentiell ausgestorbene Tiere sowie Tiere, die bereits bekannten Arten ähneln. Dieser Wissenschaftszweig hat in den letzten Jahrzehnten zur Entdeckung des Okapis, Bonobos oder auch des Riesenmaulhais geführt.

Wie entwickelte sich die Kryptozoologie?

Der Zoologe Dr. Bernard Heuvelmans gilt heute als Begründer der modernen Kryptozoologie. Er prägte diesen Begriff in den späten 1950er Jahren als Beschreibung für seine Suche nach „verborgenen“ Tieren. Bereits 1959 fand diese Bezeichnung in einem wissenschaftlichen Artikel des Franzosen Lucien Blancou Verwendung. Heuvelmans gründete 1982 die erste Gesellschaft für Kryptozoologie (ISC), die sich für die Anerkennung dieses Feldes in der modernen Wissenschaft einsetzt. Ein Jahr später richtete der Zoologe John E. Wall einen Brief an die ISC, in der erstmals von „Kryptiden“ in Bezug auf diese speziellen Tiere die Rede war. Heute gibt es zahlreiche Zusammenschlüsse von Institutionen und Organisationen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen.
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