Augusta sucht neue Ehrenamtliche

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Bei der Planung (v. l.) Ernst-Albert Bub, Martina Haeseler, Gerda Hengstenberg und Monika Ewald. (Foto: Stiftung Augusta)

„Wir geben nur ein bisschen von unserer Zeit“, sagen Gerda Hengstenberg, Monika Ewald und Ernst-Albert Bub, „aber wir bekommen so viel zurück.“

Die drei Ehrenamtlichen sind aktiv in der Evangelischen Krankenhaushilfe (EKH) der Augusta Kliniken und besuchen dort Menschen im Krankenbett. „Mit unserer sinnvollen Arbeit entlasten wir sowohl Angehörige als auch das Stationspersonal.“
Hengstenberg übernimmt zum Beispiel Sitzwachen, Ewald ist im Besuchsdienst, Bub im Kapellen- und Radiologiedienst aktiv. „Unsere Arbeit“, sagt er, „wird von den Menschen gern angenommen und anerkannt. Besonders auch im Lotsendienst, der ein wichtiger Teil unserer Augusta-Willkommenskultur ist.“ Aber die Arbeit im Augusta sei enorm vielseitig. Da könne jeder etwas finden. Besuchsdienst, Sitzwachen, Lotsendienst, Bücherei sowie Krankenhausfunk und -fernsehen sind nur einige der Aufgaben, die täglich von hilfsbereiten Menschen mit viel Freude erledigt werden
Die engagierte Gruppe der EKH sucht nun gerade wieder Verstärkung. Die evangelische Krankenhausseelsorgerin Martina Haeseler und ihr katholischer Kollege Berthold Boenig werben für diese segensreiche Tätigkeit. „Besuch haben alle Patienten gern“, sagt Priv.-Doz. Dr. Burkhard Ubrig, Chefarzt der Urologischen Klinik am Augusta, „und Besuch ist hilfreich für die Genesung.“ Es sei aber in der Tat so, dass manche Menschen leider keinen Besuch bekommen. „Das sind zum Beispiel all jene, die keine Angehörigen mehr haben.“ Wer Freunde hat, die selbst schon alt und nur wenig mobil sind, wird ebenfalls über einen Mangel an Besuch klagen.
Die Aufgabe des zu verstärkenden Besuchsdienstes besteht über das ganze Jahr darin, den Kranken Gesellschaft zu leisten, ein offenes Ohr für ihre Sorgen zu haben, menschliche Begegnungen zu ermöglichen und eventuell kleinere Hilfestellungen zu geben. „Wer sich für ehrenamtliche Mitarbeit entscheidet“, sagt Monika Ewald, „der entscheidet sich auch für neue Lebenserfahrungen, für die Freude an der Mitarbeit im Team des Besuchsdienstes - und auch für Selbsterfahrung. Denn durch diese neue Aufgabe entdecken wir freiwilligen Helfer manchmal ganz neue Fähigkeiten an uns.“
„Es wäre schön, wenn wir Menschen fänden“, ergänzen Gerda Hengstenberg und Ernst-Albert Bub, „die sich für ihr Engagement, mit einem Lächeln oder einem Dankeschön reichlich beschenken lassen wollen.“ Menschen, die nach einer wirklich sinnvollen Aufgabe suchen, sind daher in der Krankenhaushilfe der Augusta Kliniken genau richtig. „Und: Oft hilft es schon, einem Patienten etwas vorzulesen, ein offenes Ohr zu haben. Die glauben meist nicht, dass wir uns wirklich Zeit für sie nehmen können.“
„In Kürze wollen wir am Haus auch ein Team zur Betreuung von Palliativpatienten aufbauen“, schaut Martina Haeseler in die Zukunft. „Unsere neue Palliativstation ist ja schon im Bau. Da müssen und wollen wir gerüstet sein.“

Infos
Interessenten werden in einer kostenfreien Ausbildung auf den Umgang mit kranken Menschen  vorbereitet und in Gesprächsführung geschult. Nach der Ausbildung begleiten die Seelsorger das Besuchsteam weiter. Bei regelmäßigen Treffen finden Erfahrungsaustausch und Weiterbildung  statt. Zum Infoabend am 24. März um 17 Uhr in der Augusta Klinik (Gruppenraum, 6. Etage) laden  die beiden Seelsorger herzlich ein. Interessierte melden sich vorher unter Tel.: 0234/517-1351 (Martina  Haeseler) oder unter der Nummer der Zentrale o234/517-0.
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