Flat Design: Weniger ist wieder mehr.

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Facebook setzt auf Flat Design.
 
Google Plus ebenso.

Facebook nutzt es. Google+. Twitter. Microsoft. Flat Design: Ein Trend, der sich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge einer Website konzentriert. Weshalb Facebook, Microsoft, Google Plus & Co. auf diesen Design-Trend setzen und wie Sie als Betreiber einer Website von diesem Ansatz profitieren können. Eine (hoffentlich) verständliche Zusammenfassung.

Neben dem responsiven Webdesign, mit welchem ich mich bereits in einem vergangenen Artikel befasste, ist einer der wichtigsten Trends im Bereich Webdesign 2013 das sogenannte "Flat Design".

— WAS IST 'FLAT DESIGN'?

Flat Design ist genau das, was der Name sagt: Flach.
Beispiele für diese Art des Designs sind u.a. Microsofts Windows 8 (ja, ich weiß: Der Startknopf fehlt - mir auch, aber es geht schlicht um das Aussehen), die Webauftritte von Microsoft, Twitter sowie die beiden sozialen Netzwerke Facebook und Google Plus.

Was auf den ersten Blick einfach aussieht, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als nützliche Entschlackung: Nach jahrelangem "immer mehr Bling-Bling", immer extremeren Farbverläufen, abgerundeten Ecken, Schlagschatten, kurz: Mehr, größer und bunter, besinnt man sich beim Flat Design wieder auf das, was dem Betrachter der Seite, vielleicht Ihren potentiellen Kunden, wichtig ist: Inhalt - gepaart mit einer ordentlichen Benutzerführung.

— WAS IST DER NUTZEN VON 'FLAT DESIGN'?

Das Ergebnis ist für beide Seiten absolut positiv zu bewerten:
Der Besucher Ihrer Website freut sich darüber, daß die von ihm gesuchten Inhalte im Vordergrund stehen und daß er ein intuitiv zu bedienendes Konzept serviert bekommt. Oder anders ausgedrückt: Er fühlt sich bei Ihnen wohl und hat das positive Gefühl, daß *er* als (potentieller) Kunde ernst genommen wird.
Sie als Betreiber der Website freuen sich über einen Besucher, der nicht nach wenigen Sekunden(bruchteilen) wieder abspringt, ggf. sogar zu einem wiederkehrenden Besucher und Kunden wird.

— FOKUS AUF DEN NUTZEN FÜR (POTENTIELLE) KUNDEN

Wichtig ist, daß Sie Ihre Besucher in den Mittelpunkt stellen und nicht -und das sage ich nicht anklagend oder belehrend- Ihre Eigendarstellung. Letztlich forciert Flat Design einige Tugenden, die Dank der "Goldgräberstimmung" durch "Web 2.0" (Verläufe überall, glänzende Buttons, abgerundete Ecken etc. pp.) massiv in den Hintergrund traten - und zwingt Betreiber und Designer gleichermaßen zum Nachdenken über die sogenannte "UX", User Experience, also letztlich das Erlebnis, welches ein Besucher Ihrer Seite beim Betrachten der Seite erfährt. Und da hält sich das Flat Design sehr eng an das schöne Mantra "weniger ist mehr".

Vergessen Sie nicht: Der Besucher Ihrer Seite kommt nicht auf Ihre Seite um zu sehen, daß Sie der Tollste im ganzen Land sind, daß Sie sechsundrölfzig Auszeichnungen von X, Y und Z haben und sich selbst feiern. Der Besucher kommt auf Ihre Seite, weil er sich einen Nutzen davon verspricht: Er will erfahren, ob Sie ihm bei seinen Fragen, Problemen und Wünschen helfen können. Was benötigt er dazu? Richtig: Informationen. Verwertbare Inhalte, die seine Fragen beantworten können und bestenfalls dazu führen, daß er Sie kontaktiert - als Kunde. Das erreichen Sie aber nicht mit "Massive Bling-Bling feat. 'Ich-bin-der-Beste'", auch wenn es stimmen mag. Der Kunde ist der Mittelpunkt, nicht das Ego.

Für die englisch sprechenden Besucher unter uns gibt es eine äußerst amüsant, zugleich auch wunderbar nachvollziehbare Analyse zum Thema "User Experience": "The User Is Drunk" (der Nutzer ist betrunken). Anhand des besagten Zustandes wird erläutert, worauf es bei wirklich guter Benutzerführung auf einer Website ankommt. Und keine Sorge, es wird kein Alkohol dabei "vernichtet" und es wird sich auch nicht über den User lustig gemacht:


— KONSTANZ ERFORDERT VORABPLANUNG

Kommen wir zurück zum Flat Design:
Flat Design braucht Vorabplanung. Es muß vorab sichergestellt werden, wie die Elemente der Website sich voneinander abgrenzen können (anklickbare Elemente müssen auf den ersten Blick von nicht anklickbaren zu unterscheiden sein) oder wie man eine konstante Anordnung von durchgehenden Elementen gestaltet, wie etwa die Navigation.

— FLAT- UND RESPONSIVE DESIGN: TEAMPLAYER

Ein weiterer großer Vorteil von Flat Design:
Es ist allein schon durch den minimalistischen Ansatz und die geradlinige Struktur wunderbar mit responsiven Design kombinierbar. Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie mit dem Gedanken an eine neu gestaltete Website spielen. Steigern Sie den Nutzen für Ihre Besucher damit, daß Sie nicht nur ein auf regulären Desktop-Rechnern ansprechendes Nutzererlebnis bieten, sondern daß Sie es auch auf andere Endgeräte übertragen. Mit der Kombination aus Flat- und responsivem Design bieten Sie Ihren Besuchern ein eingängiges, sauber strukturiertes und für den Besucher dadurch sehr geschätztes Zugangskonzept, das vom HD-Flachbildfernseher bis zum Smartphone die optimale Darstellung gewährleistet - und Sie als Betreiber der Seite Ihren Inhalt lediglich einmal pflegen müssen, anstatt zeitaufwendig mehrere Websites zu bedienen, kostenaufwendig mehrere Apps aktualisieren zu lassen etc.

— FAZIT:

Flat Design besinnt sich wieder auf "alte Tugenden":
Der Inhalt wird in den Mittelpunkt gerückt, der Fokus liegt (wieder) auf konkreten Nutzen für den Besucher der Seite. Bieten Sie also nützlichen Inhalt an, präsentieren Sie sich als hilfsreicher Anlaufpunkt im Web und oft wird aus dem (wiederkehrenden) Besucher ein Kunde.

Nutzen ziehen sowohl Sie als Betreiber der Website aus diesem Konzept, als auch der Besucher der Seite. Er bekommt das, was er sucht, schnell und unkompliziert - das beste Mittel gegen Absprungraten.
Paaren Sie das Flat Design zudem mit dem responsiven Ansatz, decken Sie mit einer einzigen Website nahezu die komplette Reihe an Endgeräten ab: Zeigen Sie sich auf 50 Zoll großen HD-Fernsehern, auf regulären Bürorechnern, auf Tablet-PCs und Smartphones - und bei allen wird Ihr Besucher im Mittelpunkt stehen und wird, so Sie neben dem Design auch nützlichen Inhalt anbieten, Ihre Seite positiv im Kopf oder den Lesezeichen behalten.


Was denken Sie persönlich über diesen Ansatz? Nutzen Sie bereits Flat Design? Falls ja: Welche Erfahrungen haben Sie und Ihre Besucher damit gemacht? Falls Sie es nicht nutzen: Liebäugeln Sie damit oder spielt es bei Ihnen (noch) keine Rolle?
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