Noch einmal in die 2. Liga: Torfrau Nicole Bonna wechselte zum BVB

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Nicole Bonna, hier noch im Trikot von Teutonia Riemke, hilft bis zum Saisonende im Zweitligateam von Borussia Dortmund aus. (Foto: Molatta)

Unverhofft kommt oft: Eigentlich wollte Nicole Bonna im letzten Sommer ihre aktive Karriere beenden, damals stand sie noch beim Drittligisten TV Beyeröhder zwischen den Pfosten. Dann ließ sie sich überreden, doch noch mal bei ihrem Heimatverein SV TeutoniaRiemke anzuheuern und stand seitdem im Verbandsligateam im Tor. Doch jetzt geht’s für die 30-Jährige noch einmal richtig hoch hinaus: Seit knapp vier Wochen sitzt sie beim Zweitligateam von Borussia Dortmund auf der Bank.

„Ein reiner Freundschaftsdienst“, wie Nicole Bonna betont. Als ein Anruf von Alice Vogler kam, selbst acht Jahre in Riemke als Spielerin und Trainerin aktiv, und mittlerweile im dritten Jahr Cheftrainerin der BVB-Handballerin, musste die Torfrau nicht lange überlegen. Bereits am gleichen Abend absolvierte sie ihr erstes Training mit dem BVB und spürte danach jeden Muskel, wie sie offen zugab.
„Ich bin froh, dass uns Nicole aus der Patsche hilft“, so Alice Vogler, die selbst noch mit Nicole Bonna zusammen in Riemke gespielt hat und später dann auch ihre Trainerin war.
Der BVB hat in der laufenden Saison mit reichlich Verletzungspech zu kämpfen und muss auf wichtige Leistungsträgerinnen verzichten. Nachdem sich mit Jennifer Weste die zweite Torfrau eine schwere Knieverletzung zuzog, die dritte Torfrau Tanja Missner ebenfalls nur eingeschränkt einsatzfähig ist, fragte Vogler bei Nicole Bonna an.
Für das abstiegsbedrohte Riemker Verbandsligateam ein herber Verlust. Denn gemeinsam mit Daniela Manias bildete Nicole Bonna den sicheren Rückhalt der Mannschaft. Selbst bei den Niederlagen im neuen Jahr nahm Trainer Ingo Brebach seine Torfrauen von jeglicher Kritik aus: „Das Duo hat bislang immer eine klasse Leistung abgerufen.“
Im Kampf um den Klassenerhalt wird DanielaManias die Verantwortung im Riemker Tor bis zum Saisonende allein schultern müssen. Wobei sie bei ausbleibenden Spielüberschneidungen durchaus Unterstützung von Ricarda Scheffler, zweite Torhüterin der Oberligadamen, bekommen könnte.
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