VfL Bochum: Hochstätter rückt von Neururer ab - Pro und Contra zum Trainer

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Trainer Peter Neururer, Assistent Frank Heinemann und Sport-Vorstand Christian Hochstätter (von links) konsterniert - hier beim 0:3 gegen 1860 München. Rechts kann einer schon nicht mehr hinsehen.
Im Mai dieses Jahres setzte sich Sport-Vorstand Christian Hochstätter beim Aufsichtsrat noch vehement für Trainer Peter Neururer ein. Dort war die mehrheitliche Meinung, die Position nach einer völlig missratenen Saison neu zu besetzen. Nach der blamablen Leistung beim 0:3 am Samstag in Ingolstadt verdichten sich nun die Anzeichen, dass Hochstätter von Neururer abrückt. Die beiden Herren decken sich mit verbalen Giftpfeilen ein.
Hochstätter sah in Ingolstadt laut anderen Medien den „peinlichsten Auftritt, seitdem ich in Bochum bin“. Neururer wies dies ebenfalls per Presse zurück. „Herr Hochstätter sollte sich dazu mal konkret äußern. Peinlich war es nicht.“
Hochstätter, der dem Stadtspiegel nicht für eine Nachfrage zur Verfügung stand, trat am Montagmorgen vor die Mannschaft. Es darf angenommen werden, dass er dort ein Donnerwetter losließ. Für die Darbietung von Ingolstadt jedenfalls habe er sich „geschämt. Darüber werden wir reden müssen“. Am Freitag gegen St. Pauli wird eine Reaktion erwartet. Schon vor zwei Wochen zeigte sich Hochstätter über eine Aussage Neururers bezüglich der Qualität des Kaders „irritiert“.

Stadtspiegel-Redakteurin Andrea Schröder: Neururer bleibt der richtige Mann / Etwas Geduld tut Not - Entwicklung abwarten


Peter Neururer hat den VfL Bochum vor dem Sturz in die Drittklassigkeit bewahrt und in dieser Saison mit einer komplett umformierten Mannschaft einen klasse Saisonstart hingelegt. Die Abwärtsspirale nach der Klatsche in Heidenheim und die nicht greifenden taktischen Änderungen lassen im blau-weißen Lager die Alarmglocken schrillen. Aber warum nur? Was hat man denn erwartet? Den Aufstieg? Nicht wirklich, oder? Ein gesicherter Mittelfeldplatz in diesem Jahr, wäre schon ein Erfolg. Lassen wir Coach und Team doch einfach etwas Zeit! Nach sieben Trainern in fünf Jahren, wäre Kontinuität nicht das Schlechteste für den VfL.

Stadtspiegel-Mitarbeiter Marc Keiterling: Neururer war der richtige Mann / Keine Entwicklung - es wird Zeit zu handeln


Alles hat seine Zeit. Peter Neururer und der VfL Bochum – das war mehr als eine Episode von vielen. Aufgestiegen, UEFA-Cup. Nach der Rückkehr im Frühjahr 2013 Rettung vor dem Zweitliga-Abstieg. Der Trainer setzte da die Impulse zum Ligaverbleib, seither jedoch ist keinerlei Entwicklung zu erkennen. Schon in der vergangenen Saison war es vorwiegend Planlos-Fußball, der gezeigt wurde. Mit der runderneuerten Mannschaft dieser Spielzeit verpuffte die neue Euphorie schnell, erneut wird eine Konzeption vermisst. Selbst beim 4:0 gegen Aalen taumelte das Team zeitweise wie betäubt über den Rasen. Es wird nun Zeit zu handeln.

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VfL Bochum: Neururer gefeuert
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2 Kommentare
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Gerd Mackmann aus Hattingen | 02.12.2014 | 14:17  
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Rainer Hillebrand aus Bochum | 05.12.2014 | 10:06  
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