Abi65 - 50 Jahre danach

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Zum 50-jährigen Abitur-Jubiläum trafen sich 12 der noch lebenden 13 ehemaligen Schüler für drei Tage in Beilstein an der Mosel. Gemeinsam hockten wir zusammen mit unserem damaligen Klassenlehrer Klaus Kayser, der in Kürze 89 wird und frischer erscheint als so mancher seiner Schüler. Inzwischen alle um die 70 Jahre alt, wurden wir, wie bisher üblich, mehrheitlich von den Ehefrauen begleitet.
Zum Abitur waren es 18 Schüler, fünf sind leider bereits verstorben. Der letzte erst in diesem Jahr, nachdem er auf ein frühes Treffen in diesem Jahr gedrängt hatte. Leider hat er es dann nicht mehr geschafft.
Was macht man bei einem solchen Treffen? Man klönt gemeinsam, lässt sich erzählen, was die anderen denn so treiben, wie es ihnen ergangen ist, vor allem in den letzten 10 Jahren, denn da sind ja nun auch die letzten in Rente gegangen. Und zum 40. hatten wir uns ja noch zuletzt getroffen.
Tempora mutantur et nos mutamur in illis: Bei früheren Treffen schmiss der Wirt uns so gegen 4 Uhr morgens raus, weil er ins Bett wollte. Heute verschwinden die ersten Zecher schon gegen 22.00 Uhr.
Was das Klönen angeht, da konnten die Ehefrauen natürlich zusätzliche Geschichten beisteuern, nicht immer zur Freude ihrer Angetrauten. Aber man kennt sich ja nun schon länger, sodass alles nicht so eng gesehen wird.
An einem schönen Samstag fuhren wir auf der Mosel mit einem der dortigen Linienschiffe nach Cochem und wieder zurück. Ansonsten wurde die Zeit genutzt, indem wir uns beim Wandern durch die Umgebung, bei Wein und Bier oder den Mahlzeiten viel zu erzählen hatten.
Einstimmig hatten alle den Eindruck, dass dieses Treffen das schönste aller bisherigen war. Überwiegend waren wir der Meinung, dass dies daran liegt, dass niemand mehr den Druck des Arbeitsplatzes mit sich herum trägt. Und wir waren uns einig, dass das nächste Treffen nun nicht mehr erst in 10 Jahren statt finden dürfe, denn die Zeit wird inzwischen für alle knapp. Außerdem wollen die nicht in Bottrop wohnenden doch mal wieder ihre alte Heimatstadt und die alte Schule wiedersehen.
Also, auf ein Neues, in 5 Jahren oder auch schon früher.
(Friedhelm Mersch)
Auf dem Foto: Von links: Walter Götze, Frau Heipel, Frau Klingen, Günter Sebus, Dr. Hartmut Kroker, Dieter Kohnen, Frau Junker, Hanns Henning Klingen, Frau Mersch, Dr. Norbert Klesel, Frau Klesel, Klaus Kayser (Klassenlehrer), Karl Richard (Charly) Heipel, Heribert Junker (stehend) Nicht auf dem Foto sind: Willi Balthasar und Ehefrau, Jürgen Meis, Friedhelm Mersch (weil Fotograf), Frau Sebus, Klaus Zurek
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