BEST: Der Fisch stinkt vom Kopfe her

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Bei der BEST wird offenbar auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeiter gefahren.
Angesichts der Berichte über die dramatische innerbetriebliche Lage bei der BEST fordert DIE LINKE umgehende Konsequenzen: „Die Unternehmensleitung und auch der zuständige Dezernent Ketzer haben schwerwiegend versagt“, sagt Dieter Polz, Vertreter der LINKEN im Verwaltungsrat der BEST. Vor allem der überschießende Krankenstand – fast dreimal höher als im Bundesschnitt – und der Überstundenberg belegen ein massives Führungsversagen“, so Polz weiter. Dass nun externe Gutachter bestellt werden sollen, um die Personalbemessung vorzunehmen, ist aus Sicht der LINKEN ein beispielloser Vorgang: „Die angemessene Zumessung des Personals ist eine Kernaufgabe der Geschäftsführung. Wenn das nicht funktioniert, müssen sich die Verantwortlichen fragen lassen, ob sie an der richtigen Stelle arbeiten“, betont Polz. Er verlangt umgehende Einstellungen. Maßstab sollten die zuletzt angefallenen Überstunden sein. „Das lässt sich leicht auf entsprechende Planstellen umlegen“, sagt Polz. Er betont: „Es geht um die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen. Man darf Beschäftigte als Unternehmensleitung nicht verheizen, um die Gebührensätze niedrig zu halten“, so Polz, selbst langjähriger Betriebsrat. Er regt die Analyse der Arbeitsplätze bei der BEST durch einen externen, nichtstädtischen Arbeitsmediziner an.
Aus Sicht der LINKEN ist eines der Probleme der BEST das anscheinend vergiftete Betriebsklima. „Das liegt nicht zuletzt an dem Führungsstil, der dort gepflegt wird. Dieser reicht bis in den Verwaltungsrat“, berichtet der LINKE-Vertreter. Kritische Nachfragen würden dort regelmäßig abgebügelt. „Es herrscht eine Unkultur der Intransparenz“, so Polz weiter. Gerade der Beigeordnete Ketzer falle dabei regelmäßig negativ auf. „Das gipfelte darin, dass die Beratungen zu den Schwierigkeiten bei der BEST der ordnungsgemäßen Behandlung im Verwaltungsrat entzogen wurden“, kritisiert Polz. Stattdessen habe es ein Geheimtreffen im Restaurant „Forsthaus Specht“ gegeben – nur mit handverlesenen Mitgliedern des Verwaltungsrates, der
Unternehmensspitze und des Personalrates. „Die Unternehmensspitze setzt auf Spaltung, statt die Beteiligten zusammenzuführen. Das gilt für den Verwaltungsrat, das gilt offensichtlich für das Klima im Betrieb und es gilt auch gegenüber den anderen Beschäftigten der Stadt“, meint Polz. Er erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die BEST-Bosse im Sommer ohne Rücksprache externe Gutachter mit der Analyse des Pflegezustandes von Bottroper Straßen betraut – und gleich die Übernahme der Straßenpflege durch die BEST verlangt hatten. „Solches Verhalten schafft Misstrauen und gehört bei der BEST-Führung leider zum Handwerkszeug“, kritisiert Polz.
DIE LINKE hat an den Oberbürgermeister eine Anfrage nach den Kosten
der Gutachtereinsätze gestellt.
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