Rücktritt des AfD-Ratsherrn Sapountzoglou war lange überfällig

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Der Arbeit im Rathaus war AfD-Ratsherrn Frank Sapountzoglou nie gewachsen. In den Sitzungen blieb er meist stumm. Vom Leder gegen Flüchtlinge und politisch Andersdenkende zog er dafür im Internet. Nun ist er unverhofft zurückgetreten. (Foto: Pressestelle Stadt Bottrop)
Zum unverhofften Rücktritt des AfD-Ratsherrn Frank Sapountzoglou erklärt Günter Blocks, Kreisvorsitzender der LINKEN Bottrop: „Der Schritt war längst überfällig. Sapountzoglou hat sich durch seine fortgesetzte Hetze gegen Flüchtlinge und nicht zuletzt durch seine Verlinkung einer Internetseite, auf der der Holocaust geleugnet wird, völlig unmöglich gemacht“, stellt Blocks fest.

Rückzug ist Folgerichtig

Folgerichtig ist der Rückzug auch angesichts von Sapountzoglous konsequenter Arbeitsverweigerung im Stadtrat. „Ich kann mich an keine Wortmeldungen im Rat von ihm im vergangenen Jahr erinnern, auch an keinen Antrag und keine Anfrage. Er war auch nicht bereit, zu seinen Ausfällen gegen Flüchtlinge im Rat Stellung zu nehmen. Wenn man so wenig zum politischen Geschehen in den demokratischen Gremien
beizutragen hat, bleibt tatsächlich nur der Rücktritt”, stellt Niels Holger Schmidt, Sprecher der LINKEN im Rat der Stadt, fest.

Problem AfD nicht gelöst

Mit dem Abgang von Sapountzoglou sei aber das politische Problem AfD keineswegs gelöst, betont Blocks: „Solange es weiter Hetzer wie den neuen AfD-Kreisvorsitzenden Patrick Engels gibt, der Schusswaffengebrauch an der Grenze gegen Flüchtlinge normal findet und friedliche Demonstranten als „Mob“ bezeichnet, muss die AfD weiter von allen Demokraten politisch konsequent bekämpft werden. ”
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2 Kommentare
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Matthias Gellner aus Bottrop | 01.03.2016 | 07:14  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 01.03.2016 | 14:10  
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