Umbau des ehemaligen Karstadthauses beginnt

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Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsausschusses Hermann Hirschfelder (links) und sein Stellvertreter Frank Beicht (rechts) begrüßen mit Oberbürgermeister Bernd Tischler, dass Jens Friedländer (2.v.links) das ehemalige Karstadtgebäude umbaut. (Foto: Michael Kaprol)

Mancher wird schon gedacht haben, dass das ehemalige Karstadthaus zum nächsten dauerhaften Leerstand in der Innenstadt wird. Aber nun gehen die Umbauten - trotz einiger Verzögerungen - Ende des Monats los.

Rund 80 Prozent der Fläche seien bereits vergeben, erklärt Devello-Geschäftsführer Jens Friedländer bei der Vorstellung des aktuellen Planungsstandes im Rathaus. Das Interesse der Mieter sei etwas schwächer gewesen als gedacht, gab er zu: "Wir haben uns das hier in Bottrop einfacher vorgestellt." 2018 soll der Umbau abgeschlossen sein, die ersten Geschäfte könnten schon in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres eröffnen.

In den beiden oberen Etagen wird ein Hotel eröffnen, die Zimmer werden um ein Atrium herum angelegt. Für die Gäste gibt es Parkplätze in der Tiefgarage. Außerdem haben die Drogeriekette Rossmann, ein Schuhgeschäft, ein Sportausstatter sowie das Kaufhaus Moses unterschrieben. Hier wird es auch einen Teil des Sortiments geben, das früher bei Karstadt zu finden war. Ein Lebensmittelmarkt zieht jedoch nicht ein. "Da ist Kaufland in der Nachbarschaft zu stark", weiß der Devello-Geschäftsführer. Insgesamt bietet das Haus Fläche für zehn Einzelhandelsgeschäfte.
Das Gebäude wird im ersten Schritt komplett entkernt. "Kein Kabel, kein Rohr, keine Wand, die nicht tragend ist, werden bleiben", kündigt Jens Friedländer an. Gute 30 Millionen Euro investiert Devello in den Umbau. Die Fassade zur Hansastraße wird saniert, bleibt in ihrem jetzigen Charakter jedoch erhalten. Zur Hochstraße wird es eine neue Fassadengestaltung geben.

"Die Bottroper mussten sich in den vergangenen Monaten auf ein deutlich langsameres Tempo bis zum Startschuss des Baubeginns einstellen", sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. "Ein derart komplexes Bauvorhaben, wie der Umbau des ehemaligen Karstadtobjektes mit einer Mietfläche von rund 18.000 Quadratmetern braucht allerdings auch eine sehr umfassende und detaillierte Vorbereitung, die derartige Prozesse gelegentlich auch deutlich verlängert." Er wirbt gleichzeitig bei den Bürgern und den Einzelhändlern um Verständnis für die Herausforderungen, die die Baustelle mit sich bringen wird. „Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, die Bottroper Innenstadt attraktiv, erlebnisreich und zukunftsfähig zu gestalten, so dass die Gewerbetreibenden ihre Kunden dauerhaft an die Bottroper Innenstadt binden können“, sagt der Oberbürgermeister.

Bereits im Juni verzeichnete eine IHK-Passantenzählung einen starken Rückgang der Kundenströme auf der einstmals hochfrequentierten Hansastraße. Dennoch könne Bottrop mit einem Wert von 2.625 Passanten pro Stunde auf der Hochstraße einen deutlich besseren Wert als vergleichbare Städte der Region vorweisen, so Tischler.
Hermann Hirschfelder, Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses, bittet die Bottroper, die Beeinträchtigungen während der Umbauphase zu akzeptieren. Und sein Stellvertreter Frank Beicht kündigt an Jens Friedländer gerichtet an: "Wenn erstmal die Bagger rollen, ist die Bevölkerung auf Ihrer Seite."

Über die Arbeiten am Gebäude werden Geschäftsleute und Bürger laufend informiert. Mit einem Baustellenmarketing will die Wirtschaftsförderung dazu beitragen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und für die Veränderungen in der Innenstadt werben. Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsausschusses Hermann Hirschfelder (links) und sein Stellvertreter Frank Beicht (rechts) begrüßen mit Oberbürgermeister Bernd Tischler, dass Jens Friedländer (2.v.rechts) das ehemalige Karstadtgebäude umbaut.Foto: Kappi
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Franz Burger aus Bottrop | 04.11.2016 | 23:36  
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