Einfach ein Leben retten: Prüfen. Rufen. Drücken!

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Auf dem Berliner Platz informierten Feuerwehr und Ärzte über die Maßnahmen die im Notfall Leben retten können. (Foto: privat)
Mit dem öffentlichen Reanimationstraining am Berliner Platz in Bottrop setzten die Berufsfeuerwehr und die Bottroper Krankenhäuser ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten!
„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“,
erklärt Dr. Matthias Frommer, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Bottrop und Chefarzt am Knappschaftskrankenhaus. Ein Großteil der Herzstillstände findet im persönlichen Umfeld statt – das heißt zu Hause, beim Sport oder auf der Arbeit. Die Hemmschwelle jemand Fremden zu helfen, ist noch einmal höher als bei Personen aus dem persönlichen Umfeld.
Insgesamt beteiligten sich zahlreiche Bürger und erhielten ein kostenfreies Reanimationstraining. „Viele waren neugierig, schauten zu und wollten letztendlich ihre Reanimationsfähigkeiten selbst auffrischen“, erzählt Dr. Frommer. Die Aktion hat das Bewusstsein für Erste Hilfe geschärft und zum Handeln im Notfall motiviert. Ein besonderes Aha-Erlebnis war die musikalische Begleitung des Trainings:Wer im Takt eines Disco-Beats reanimiert, hat den lebensrettenden Rhythmus. Zwar sind die Fälle, in denen einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, seit Einführung der „Woche der Wiederbelebung von 17 auf 31 % angestiegen. Dennoch ist die Helferquote in Deutschland im internationalen Vergleich zu gering. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Durch eine regelmäßig stattfindende „Woche der Wiederbelebung“ können wir sicherlich dazu beitragen, die Wiederbelebungsquote in Deutschland zu erhöhen“, so Dr. Michael Nosch, Chefarzt der Anästhesie am Marienhospital.
Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich circa 5.000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Dr. Frommer.
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