Ab 2016 können Leistungssportler individuell von der Stadt gefördert werden

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Teil des Fachgremiums: Jürgen Heidtmann, Sport- und Bäderbetrieb. (Foto: T. Eickholt)

Was über viele Jahre geplant, aber nie wirklich auf den Weg gebracht werden konnte, wird nun Realität. Bottroper Leistungssportler werden ab dem nächsten Jahr gezielt gefördert.

„Mit der Förderung des Leistungssports wollen wir ein neues Kapitel aufschlagen und damit den ‚Bottroper Weg‘ konsequent weitergehen“, erklärt Oberbürgermeister Bernd Tischler und fasst damit den einstimmigen Ratsbeschluss vom 24. November zusammen.
Ab 2016 sollen Sportler eines Bottroper Vereins, die in einer olympischen Disziplin aktiv sind, gefördert und junge Talente gezielt unterstützt werden. Auch der Behindertensportverband soll in das Projekt einbezogen werden.
Eine etwaige Förderung ist natürlich an gewisse Konditionen wie beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Landeskader geknüpft. Anhand verschiedener Kritieren entscheidet ein Fachgremium aus Leistungssportexperten dann, ob es sich lohnt in eine Entwicklung zu investieren.

Ganzheitliche Förderung berücksichtigt Schule und Ausbildung

Dies soll idealerweise ganzheitlich geschehen. Das heißt, damit auch die schulische Ausbildung neben dem Sport nicht vernachlässigt wird, soll die Förderung auch den Werdegang über die Schule bis zur Ausbildung oder das Studium umfassen.
Das Besondere dabei ist, dass die Förderer selbst darüber entscheiden, wen sie fördern möchten und werden so direkt in das Projekt mit eingebunden.
„Außerdem werden wir für sportliche Erfolge keine Prämien vergeben“, so Volker Tapper, JC 66 Bottrop. „Vielmehr geht es uns darum, Anreize zu setzen.“
Die Initiative soll ein dauerhafter Bestandteil der Bottroper Sportlandschaft werden. Da Bottrop allerdings als Kommune in der Haushaltssicherung steht und die Stadt weder auf Stiftungen noch auf eigenes Kapital zurückgreifen kann, werden vor allem private Unterstützer gesucht. Zu Verwaltungszwecken wird ein gemeinnütziger Betrieb beim Sport- und Bäderbetrieb angesiedelt.

Große lokale Förderer wie die ELE oder die Sparkasse haben bereits zugesagt; auch die HRW bringt sich mit einem Kooperationsvertrag ein, sodass bereits 20.000 Euro als Startkapital zur Verfügung stehen.
„Diese Summe soll künftig im besten Fall erhöht, zumindest aber gehalten werden,“ so Jürgen Heidtmann, Leiter Sport- und Bäderbetrieb.
Auf der Liste der hochbegabten Bottroper Sportler mit Förderbedarf stehen derzeit 15 junge Talente aus unter anderem der Leichtathletik, Boxen und Schwimmen. Wer das genau ist, wollen die Förderer noch nicht verraten. Wer es schließlich ist, wird es spätestens erfahren, wenn die Finanzpläne im April 2016 erstellt sind und hat dann allen Grund zur Freude.

Der Antrag auf Förderung steht Anfang nächsten Jahres auf der Seite des Bottroper Sportbundes und auf der Homepage der Stadt als Download zur Verfügung.
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