Lieselotte lautert - Hans-Jürgen Sprehn ist Lesepate

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Warten schon gespannt auf den Einsatz ihres neuen Lesepaten Hans-Jürgen Sprehn: Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten St. Franziskus an der Frohlinder Straße auf Schwerin.

Kaum hat Hans-Jürgen Sprehn auf der grünen Couch Platz genommen, wird er auch schon von den Mädchen und Jungen umringt. Lara, Lena, Alex, Zidane, Lucy, Charlotte, Tarik, Deniz, Lena, Lucky, Yasin und Erdem sind aus ihren Gruppen herbeigeeilt, um von der Kuh Lieselotte zu hören, die lauert.

Sprehn ist sozusagen die neue Attraktion im Kindergarten St. Franziskus an der Frohlinder Straße. Der 61-jährige Ingenieur aus Frohlinde ist Lesepate und nimmt seinen ehrenamtlichen Dienst am Freitag (30. Oktober) auf.

„Meine Frau engagiert sich bei der Ehrensache der Caritas. Darüber bin ich auf den Schnuppertag für Lesepaten aufmerksam geworden“, berichtet Sprehn im Vorfeld des „Probelesens“ für die Kinder im Gespräch mit dem Stadtanzeiger. „Wir haben selber Enkelkinder und festgestellt, dass Kinder aufmerksam werden, wenn man ein Buch zur Hand nimmt.“

Der Lesepate weiß auch, dass heute insgesamt nicht mehr so viel gelesen wird. Dabei seien Kinder in der Regel doch wissbegierig. Warum er den Kinder künftig jeden Freitagvormittag etwas vorlesen möchte, erklärt Sprehn so: „Ich bin jetzt fast am Ende meines Berufslebens und bereite mich auf die Ruhephase vor. Ich komme aus einem technischen Beruf. Im Berufsalltag habe ich mit Kindern nichts zu tun. Daher freue ich mich auf meine neue Aufgabe.“

„Wir haben einen Workshop unter professioneller Anleitung absolviert. Da hat uns eine Schauspielerin beispielsweise den Tipp gegeben, beim Vorlesen Emotionen in die Stimme zu legen. Und es gab Tipps von einer erfahrenen Lesepatin zum Umgang mit den kleinen Zuhörern.“

Zunächst einmal stehen nach Angaben von Kindergartenleiterin Silvia Brosch die 13 Vorschulkinder im Fokus der Leserunde. Die Aufmerksamkeit der Mädchen und Jungen hat Lesepate Hans-Jürgen Sprehn. „Für die Kinder ist das immer ein Highlight, wenn jemand von außen in den Kindergarten kommt und sich die Zeit nimmt, um den Kindern vorzulesen. Und etwas ganz Besonderes ist es, wenn das ein Mann macht“, weiß Silvia Brosch.

Die Vorlesestunde mit dem Lesepaten ist ein offenes Angebot. „Die Kinder können freiwillig daran teilnehmen. Sie sollen schon, wenn möglich, sitzen bleiben. Aber wer will, kann gehen oder auch neu dazu kommen“, beschreibt die Kindergartenleiterin die Vorgehensweise. „Die Erzieherinnen sehen das Angebot des Lesepaten auch als pädagogische Unterstützung für das Team.“

Zur Vorbereitung auf seine Vorlese-Arbeit hat sich Hans-Jürgen Sprehn nicht nur mit Silvia Brosch beraten, sondern auch Bücher aus dem Kindergarten mitgenommen, „um mich mit der Materie vertraut zu machen.“

Zu besonderen Anlässen soll auch themenbezogen vorgelesen werden, wie zum Beispiel zu St. Martin. Die Kinder können auch das Gelesene mit Hans-Jürgen Sprehn besprechen. Und selber Bücher vorschlagen, aus denen sie etwas hören möchten.

Übrigens: Gelesen und vorgelesen wird natürlich auch an den anderen Tagen im Kindergarten. Wenn aber freitags der Lesepate kommt, dann ist das etwas ganz Besonderes. Dann erfahren die Kinder auch, wie es mit Lieselotte, der lauernden Kuh, weitergeht
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