Sparkasse schließt drei Filialen

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Rauxel (Bild), Habinghorst und Frohlinde: Diese drei Filialen schließt die Sparkasse Vest bis Mitte 2019. Foto: Thiele

Die Sparkasse Vest schließt in Castrop-Rauxel ihre Filialen in Frohlinde, Rauxel und Habinghorst. An den drei Standorten soll es spätestens ab Mitte 2019 nur noch Selbstbedienung geben.

Diese Pläne wurden am Donnerstag (29. Juni) von dem Geldinstitut offiziell in Recklinghausen bekanntgegeben. Parallel baut die Sparkasse Vest ihr telefonisches Service-Center aus. Dieses wird künftig in der Hauptstelle am Castroper Altstadtmarkt sitzen und von bislang 20 auf 38 Mitarbeiter aufgestockt. Außerdem soll es durchgehend von 8 bis 19 Uhr per Telefon, E-Mail, Text- oder Videochat erreichbar sein.

Begründet werden die Veränderungen, die bei der Sparkasse unter der Überschrift "Neuausrichtung im Privatkundengeschäft" laufen, wie schon bei der Schließung der Filiale in Merklinde, mit dem veränderten Kunden-Verhalten.
Privatkunden-Vorstand Dr. Peter Lucke: „Während die Kunden im Schnitt nur einmal jährlich für eine Beratung in eine Filiale kommen, besuchen sie im Jahr fast 350 Mal die Internet-Filiale über ihren Computer oder das Smartphone."

"Wir schließen keine Filiale, die brummt", erläutert Olaf Blomberg vom Vorstandsstab der Sparkasse Vest. Die Umwandlung von Filialen in Selbstbedienungsstandorte sei für fünf Jahre festgeschrieben. Für Kunden, die nicht mobil seien, bestehe die Möglichkeit, Geld über einen Boten ins Haus gebracht zu bekommen. "Dieser Service ist im ersten Jahr kostenlos."

In der Europastadt würden neben der Hauptstelle in Castrop die Filialen Ickern, Schwerin, Engelsburgplatz und Henrichenburg zu Beratungscentern, "in denen mehr Kundenberater arbeiten werden als bisher." Im gesamten Geschäftsgebiet der Sparkasse Vest wird ihre Zahl um 80 aufgestockt.

Die neue Standort-Struktur werde in den Jahren 2018 und 2019 nach und nach geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten verringere sich "perspektivisch um rund 100". Derzeit hat die Sparkasse Vest zusammen 1334 Mitarbeiter.
Wie sich der Stellenabbau auf einzelne Standorte auswirken wird, sei noch nicht bekannt. Entlassungen solle es nicht geben.

Ihre Meinung:
Was sagen Sie zur Schließung der Filialen? Ist für Sie persönliche Beratung vor Ort zwingend erforderlich oder sind reine Selbstbedienungsstandorte ausreichend?
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2 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 30.06.2017 | 22:31  
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 02.07.2017 | 02:58  
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