Neue Chance auf kostenloses WLAN? Stadt möchte sich um EU-Fördergelder bewerben

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Wird es doch noch etwas mit dem kostenlosen WLAN in der Altstadt? Lange hatte sich Casconcept mit der Idee beschäftigt, dann aber wieder Abstand davon genommen. Jetzt bietet möglicherweise eine neue Initiative der Europäischen Kommission die Chance darauf, das Projekt zu verwirklichen.

"Wir haben auf jeden Fall Interesse", sagt Thomas Ratte, Leiter der Wirtschaftsförderung, der Mitte März vom Regionalverband Ruhr eine Vorabinformation über das geplante Programm "WiFi4EU" erhalten hat.
Darin wird ein EU-weites Förderprogramm in Aussicht gestellt: In den Jahren 2017 bis 2019 sollen insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, um es Kommunen, die bisher noch kein öffentliches WLAN anbieten, zu ermöglichen, WLAN-Router anzuschaffen und auf großen Plätzen, in Parks oder in öffentlichen Gebäuden zu installieren. 2017 sollen 20 Millionen Euro fließen, in den beiden Jahren darauf je 50 Millionen Euro.
"Die Kostendeckung beträgt 100 Prozent. Damit ist es neutral für die Stadt. Was wollen wir mehr als Kommune?", erklärt Ratte.

Altstadt und Forumsplatz

Seit dem Erhalt der Vorabinformation habe es eine Vorbesprechung innerhalb der Stadtspitze mit dem Bürgermeister und den Dezernenten gegeben, so Ratte. Dabei habe man die Altstadt mit Marktplatz als Standort ins Auge gefasst sowie als zweiten Standort Stadt- und Europahalle mit dem Forumsplatz.
Die Informationen zu "WiFi4EU" habe er an die Forum GmbH weitergeleitet. Die Idee dahinter ist, dass dessen Geschäftsführer Peter Breuer, der zudem Ansprechpartner von Casconcept ist, die Förderanträge für beide Standorte stellen könnte.
"Jetzt warte ich auf ein Feedback", sagt Thomas Ratte, betont aber auch, dass ansonsten jemand aus der Stadtverwaltung die Antragstellung übernehmen würde, falls Forum GmbH und Casconcept nicht zur Verfügung stünden.

Genehmigung steht noch aus

Bis zur Antragstellung wird es sowieso noch etwas dauern, denn bislang ist die Initiative "WiFi4EU" nicht vom Europäischen Parlament und vom Ministerrat genehmigt worden.
Auch die Details zur Förderung seien noch in Arbeit, so Ratte. Nach dem jetzigen Stand der Dinge "soll im Mai das Antragsportal eingerichtet werden, in dem vorab das Antragsformular ausgefüllt werden kann", erklärt der Wirtschaftsförderer. Im Juni solle dann die Freischaltung des Buttons für den Versand des Formulars im „Windhundprinzip“ folgen.
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