Wohnen und Gewerbe auf früherem Kraftwerksgelände

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Das ehemalige Kraftwerksgelände in Habinghorst, auf dem zuletzt Flüchtlinge untergebracht waren, soll verkauft werden.

Wohnungsbau und "nicht störendes Gewerbe" sind auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerkes an der B 235 in Habinghorst erlaubt.

Der Eigentümer des Areals, das Unternmehmen Uniper (vormals E.ON), will nach der Schließung der Flüchtlings-Großnotunterkunft und der Wiederherrichtung des Areals das Grundstück verkaufen (Stadtanzeiger berichtete).

Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte Gespräche "mit unterschiedlichen Marktteilnehmern und Interessenten". Uniper möchte sich aber "zu einem laufenden Verkaufsprozess nicht äußern".

Das Kraftwerk, das 1958 nach fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde, hatte eine Reihe von Besitzern. Die Firma Klöckner verkaufte das Kraftwerk Rauxel am 1. Oktober 1982 an die VEBA Kraftwerke Ruhr AG, die ab September 1998 der PreussenElektra gehörte und am 16. Juni 2001 in der E.ON AG aufging.

Block 1 des Kraftwerkes wurde im April 1990 stillgelegt, Block 2 ging im Juni 2001 vom Netz. Der Kühlturm wurde im November 2006 gesprengt, der Schornstein im April 2008.

Noch ist die Bezirksregierung Münster Pächter des Kraftwerksgeländes. Vertraglich vereinbart ist, dass das Areal bis spätestens zum 30. Juni 2017 zurückgegeben werden muss. Und zwar ohne Infrastruktureinrichtungen wie Kanalisation oder Asphaltierungen.
Nach Angaben aus Münster läuft gegenwärtig das Ausschreibungsverfahren für den Rückbau. Dieses werde voraussichtlich bis Mitte Februar abgeschlossen sein. Die Rückbauarbeiten sollen bis Ende März erledigt sein, wenn das Wetter entsprechend mitspiele. Zum Schluss würden der Bauzaun entfernt und restliche Aufräumarbeiten erledigt.
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