Wenn dreißig Frauen die Bühne rocken

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Der Starke Stimmen-WorkshopChor mit den Musikern Stefan Grafers, Wolfgang Kulawik, Stefan Neldner und Rainer Stemmermann, Leiter des Ensembles (von links)

Als Power-Frauen-Chor wurde er angekündigt: der Starke Stimmen-Workshopchor, der am vergangenen Sonntag bei der Eröffnung der Duisburger Theatersaison mitwirkte und zur Mittagszeit Fetziges aus Pop und Jazz präsentierte. Und sie machten ordentlich Dampf auf der großen Freilichtbühne vor dem altehrwürdigen Stadttheater. Gleich das erste Stück, ein Reißer aus den 70er Jahren, kam so cool und kraftvoll daher, dass das Publikum unwillkürlich mitwippte: „Proud Mary“ von Tina Turner, mit kleinen choreografischen Einlagen. Wer könnte da widerstehen.

Rainer Stemmermann, Leiter des Ensembles und „Spezialist für angewandten Pop und Jazz im Chor“, wie ein Kollege ihn betitelt, ist verantwortlich für das musikalische Feuerwerk, das sich hier binnen 20 Minuten auf der Bühne entfaltet. Er hat das Programm, den 30köpfigen Chor und die Begleitband zusammengestellt und einen Teil der Songs selbst arrangiert. Jetzt bedient er das Keybord, gibt die Einsätze und moderiert das Geschehen, an dem alle Beteiligten sichtbar Spaß haben.
Dank riesiger Monitore, die das Bühnengeschehen wiedergeben, kommt das Publikum den AkteurInnen ausgesprochen nah: strahlende Gesichter der Sängerinnen wandern über die Bildschirme, und breites Grinsen ist auch bei den Musikern Stefan Grafers (perc), Stefan Neldner (b) und Wolfgang Kulawik (git), zu sehen. Chor und Band genießen ihren Auftritt und den Luxus der großen und technisch bestausgestatteten Bühne deutlich sichtbar. „Wenn das Setting stimmt, macht es allen doppelt Spaß“, bestätigt Rainer Stemmermann im anschließenden Gespräch, „und hier sind die Bedingungen wirklich klasse.“

Dabeisein ist möglich

Die Songs von Starke Stimmen sind es ebenfalls: „Mamma Mia“ trumpft mit einem Wechsel von verhaltenen und kraftvollen Passagen auf, „I Can See Clearly Now“ bedient sich jazziger Elemente einer Version von Bobby McFerrin und Judy Donaghy. Besonders bemerkenswert sind Stemmermanns Chorversion von „Ironic“ mit einem Solo von Sabine Kaminski sowie das abschließende „Enough Is Enough“, das von Carolina Kwasnik solistisch eingeleitet wird, bevor der Chor es zum Ende des Stückes noch einmal richtig krachen lässt. „Ihr habt die Bühne gerockt“, kommentiert Bianca Schlie, Frauenbeauftragte des Sängerkreis Duisburg-Dinslaken, den Auftritt von Starke Stimmen begeistert. „Die Leute sind richtig mitgegangen und ich habe fast alle Flyer verteilen können“ freut sie sich, denn Mitmachen ist bei den meisten hiesigen Chören ausdrücklich erwünscht. Vielleicht sind beim nächsten Auftritt der Starken Stimmen oder eines anderen Verbandschores dank dieser gelungenen Aktion bereits Menschen aus dem diesmaligen Publikum zu hören, wer weiß! Infos: www.starkestimmen.de
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