Der weltweit schiefste Turm

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Hinte: Schiefster Kirchturm |

Früher gab es einen Schlager, der besagte: „Ich fahr mit meiner Lisa zum schiefen Turm nach Pisa“......Früher galt dieser besungene Turm als das schiefste Gebäude schlechthin. Doch weit gefehlt, der der schiefste Turm weltweit steht nicht dort – sondern in Ostfriesland.

Genauer gesagt in der Gemeinde Hinte nördlich von Emden. Es ist der schiefe Kirchturm von Suurhusen, der am stärksten geneigter Turm der Welt gilt. Er gehört zur Kirchengemeinde Suurhusen-Marienwehr. Schon von weitem sichtbar ragt er über die Baumwipfel hinaus, wobei die Schräge sofort zu erkennen ist. Ein Grund diesem Bauwerk einen Besuch abzustatten.
Vor Ort staunen wir nicht schlecht. Da sind Reisegruppen aus der Schweiz sowie aus Asien, welche gerade dieses Bauwerk besichtigen. Die Daten des Turmes sind in der Tat sehr Imposant . Bei einer Höhe von 27,37 Metern kränkt der Turm am Dachfirst 2,47 Meter über, was einer Neigung von 5,19 Grad entspricht] Mit diesen Angaben steht er als Rekordhalter (für nicht absichtlich schief gebaute Gebäude) im Guinness-Buch der Rekorde.
Der Kirchturm wurde im Jahr 1450 an die seit Mitte des 13. Jahrhunderts existierende und zuvor Turmlose Kirche angebaut. Er wurde auf einem Fundament aus Eichenstämmen über Moorboden errichtet. 1885 wurde erstmals bemerkt, dass sich der Kirchturm zur Seite neigt. Aufgrund der Entwässerung der umliegenden Ländereien sank der Grundwasserspiegel ab, was dazu führte, dass die bisher im Grundwasser konservierten Eichenstämme zu modern begannen. Ab 1982 wurde der Turm in Privatinitiative saniert, wobei das Fundament freigelegt und mit Beton und Stahl verstärkt wurde. Am 14. Oktober 1985 wurde die Kirche mit einem Festgottesdienst erneut eingeweiht. Die Neigung hatte jedoch nicht stabilisiert werden können, so dass 1989 weitere Sicherungsmaßnahmen notwendig wurden. Seit Mitte der 1990 er Jahre gilt das Absinken des Turmes als aufgehalten. An der Nordwestecke des Turmes markiert übrigens ein eingemauerter Sandstein den Stand der Allerheiligen-Flut von 1570 auf einer Höhe von 4,40 Metern über Normalnull.
Heute wird die Kirche an Festtagen zu Gottesdiensten genutzt. Pro Jahr werden sechs- bis achttausend auswärtige Besucher verzeichnet.
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