73. Deutsche Filmfestspiele beendet.

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Reisefilm "Leben mit Shiva" von Michael Preis Weitermeldung zur UNICA in St. Petersburg und 2. der Publikumswertung.
73. Deutsche Filmfestspiele beendet.
Die besten Filme des Jahres – 800 Projektionsminuten
58 Spitzenarbeiten wurden gezeigt – ausgewählt aus über 3500 Produktionen.
Größtes nicht-kommerzielles Filmfestival in Deutschland.

Am Sonntag (17.Mai 2015) endeten kurz vor 13 Uhr in Dortmund im Dortmunder U die diesjährigen Deutschen Film-Festspiele OBELISK 2015 mit einer „Matinee der Besten“, der Vergabe der begehrten BDFA-Filmpreise sowie der Nominierung der deutschen Produktionen für die „Weltmeisterschaften“ UNICA, die in diesem Jahr vom 04. bis 13. September in St. Petersburg (Russland) veranstaltet werden. An den zurückliegenden vier Festspieltagen kamen insgesamt über 1200 Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Ausland in das festlich geschmückte Dortmunder U der Stadt Dortmund, in der das Groß-Event OBELISK 2015 stattfand.
Schirmherrin und Schirmherr des viertägigen Festivals war Ministerpräsidentin des Landes NRW Frau Hanelore Kraft und Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Herr Ullrich Sierau. Die 58 diesjährigen Produktionen, alle zwischen 1 und 20 Minuten lang, waren zuvor bei elf Kategorien- (Genre-) BDFA-Bundesfilmfestivals ausgewählt worden - in Bad Liebenstein/Thüringen (Dokumentationen), Blieskastel/Saarland (Tier- und Naturfilme), Dortmund (Reisefilme), Jülich (Reportagen), Oldenburg (Familien- und Sportfilme), Dorfen / Landkreis Erding (Lokalchronik und Folklore), Waiblingen / Württemberg (Animations- und Trickfilme sowie Fantasie- und Experimentalstreifen und Video-Clip) und Schrobenhausen /Oberbayern (Spielfilme).
Zuvor waren in über 200 Filmclubs in ganz Deutschland und anschließend auf knapp 40 Regions- und Landesfilmfestivals rd. 3500 neue Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert worden. BDFA-Präsident Klaus Werner Voß / Dortmund am Sonntagnachmittag nach Ende der 73.Deutschen Filmfestspiele OBELISK 2015: „Die Besucherinnen und Besucher unseres viertägigen Festivals hier in Dortmund waren allesamt begeistert von den diesjährigen Filmen mit ihren zusammen über 800 Minuten Projektionszeit! Die Qualität der gezeigten Arbeiten, die in der Vergangenheit ohnehin schon sehr hoch war, war in Dortmund erfreulicherweise noch weiter angestiegen!“ Voß jetzt gegenüber der Presse: „Für mich besonders erfreulich, dass dieses Jahr über die Hälfte aller Deutsche Filmfestspiel-Produktionen in HDV bzw. AVCHD realisiert wurden. Es bewegt sich also bei unseren Filmemachern viel nach vorne – nicht nur im Hinblick auf die künstlerische, sondern auch bei der technischen Qualität!“
Näheres zu den Deutschen Filmfestspielen OBELISK 2015 in Dortmund findet man auch im Internet unter www.deutsche-filmfestspiele.de Zum zweiten Male seit 15 Jahren fand damit dieses größte Filmfest Deutschlands wieder in Dortmund statt!
2016 werden die 74. Deutschen Filmfestspiele OBELISK 2016 in St. Ingebert (Saarland) – diesmal nicht am Himmelfahrts-Wochenende sondern vom 26. bis 29. Mai stattfinden.
Teamleitung dort: Jürgen Paquet, Blieskastel-Niederwürzbach

Ergebnisse der Deutschen Film-Festspiele 2015

Insgesamt kamen bei den diesjährigen Deutschen Film-Festspielen in Dortmund 58 Produktionen zur Vorführung; sieben Arbeiten wurden mit der höchsten Auszeichnung, dem BDFA-Filmpreis - einem Plexiglas-Obelisken auf schwarzem Sockel - geehrt.
In Anwesenheit von Oberbürgermeister Herrn Ulrich Sierau und dem Vertreter der Sparkasse Dortmund Dirk Herzog, gingen die diesjährigen BDFA-Filmpreise an
„Eine spannende Geschichte“
von Peter Dehoust (Ludwigsburg)
„Pfui Spinne? Weit gefehlt! In wunderbaren Bildern bringt uns Peter Dehoust die Welt
der Wespenspinne und ihrer Artgenossen auf einer Wiese näher. Dieser Naturfilm
besticht durch exzellente und überraschende Bilder kunstvoller Spinntechniken von
Netz und Kokon. Begleitet von einem angenehmen wie informativen Kommentar
nimmt der Autor uns mit durch ein Jahr voller kleiner Entdeckungen.“

Laudatorin: Naemi Reymann
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„Umgedreht - Asya Elmaz
von Ellen Rudnitzki (Köln)

Begründung:
„Wie geht man ein Thema an, das in unserer Gesellschaft auch heute immer noch oft
tabuisiert wird? Und wie macht man das erst, wenn der Film über dieses Thema in
einem Land spielt, das bis heute noch viel mehr nach strengen Regeln lebt. Man
macht es wie Ellen Rudnitzki in Ihrer Reportage „Umgedreht - Asya Emmas“. Stets
mit dem nötigen Respekt und der Distanz, die es benötigt, aber immer so nah dran,
dass man sich mit dem Thema „Transsexualität“ ernsthaft befasst. Mit Ihrem Film
lässt sie das Publikum teilhaben an den Sorgen, der Gewalt und der Ausgrenzung,
mit denen diese Frauen leben müssen, aber auch am Mut, den sie haben und an den
Zielen, für die sie kämpfen. Das alles mit eindrucksvollen Bildern und sehr
emotionalen O-Tönen. Sie verschafft den Protagonisten damit Gehör und eine
Bühne, die in der Türkei bisher nur im Untergrund zu finden ist.“
Laudator: Thomas Blachetzki

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„Okay.“
von Lotta Schwerk (Berlin)
Begründung:
„Vier Minuten, in denen sich für eine junge Frau eine neue Welt öffnet. Vier Minuten,
in denen kleine Blicke und Gesten reichen. In denen wir eine Achterbahnfahrt der
Gefühle miterleben aus Euphorie, Verwirrung, Angst und Erleichterung.
Schauspieler, Szenebild, Location, Kamera, Schnitt, Musik: Das perfekte
Zusammenspiel berührt die Herzen der Zuschauer. Rührt an. Lebe, was du fühlst,
Melli, denn es ist dein Leben. Und das ist mehr als nur Okay.“
Laudator: Christian Beisenherz


„Das Tor zum Irgendwo“
von Anton Wallner (Passau)
Begründung:
„Das Ereignis findet täglich statt, mehrfach am Tag und stellt für den normalen
Mitteleuropäer ein Ereignis dar, das nicht in seine gewohnten Rituale passt. Der
Autor versteht es, uns den Vorgang mit der gebotenen Zurückhaltung und doch
filmisch nah zu vermitteln. Der Kommentar drängt sich nicht auf, informiert aber
umfassend. Ein Film über die Totenverbrennung in Kathmandu. Ein Filmpreis für
„Das Tor zum Nirgendwo“ von Anton Wallner.“

Laudator: Bernhard Lindner


Der diesjährige BDFA-Ehrenfilmpreis ging an:

Jürgen Baquet aus Blieskastel-Niederwürzbach

für sein über vier Jahrzehnte langes Engagement im Filmer-Dachverband,
insbesondere als Landesverbandsvorsitzender des BDFA Saarland und Ausrichter
des Bundesfilmfestivals Naturfilm.




„Okay.“
von Lotta Schwerk (Berlin)
Begründung:
„Vier Minuten, in denen sich für eine junge Frau eine neue Welt öffnet. Vier Minuten,
in denen kleine Blicke und Gesten reichen. In denen wir eine Achterbahnfahrt der
Gefühle miterleben aus Euphorie, Verwirrung, Angst und Erleichterung.
Schauspieler, Szenebild, Location, Kamera, Schnitt, Musik: Das perfekte
Zusammenspiel berührt die Herzen der Zuschauer. Rührt an. Lebe, was du fühlst,
Melli, denn es ist dein Leben. Und das ist mehr als nur Okay.“

Laudator: Christian Beisenherz


„Im Reich des Steinbocks“
von Jürgen Bergmann (Berghaupten)
Begründung:
„Die Tour ist erst vorbei, wenn der Abstieg geschafft ist! In atemberaubenden Bildern
nehmen uns die beiden Filmautoren mit auf ihre Extremklettertour in die Schweizer
Bergwelt. Begegnungen mit seltenen Tieren, grandiose Kamerafahrten und über- raschende Detailaufnahmen machen diesen Sportfilm zu einem besonderen Ereignis.“

Laudatorin: Naemi Reymann
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„Letzter Wille: Idylle“
von Alice von Gwinner (Leipzig)
Begründung:
„Idyll AG zeigt, dass sich das Leben nicht planen lässt. Alice von Gwinner hat diesen
Film mit einer solch präzisen, aber auch liebevollen Hand produziert, dass man nicht
umher kommt, diese Leistung zu würdigen. Ein phantasievolles Drehbuch, absolut
professionelles Bühnenbild, gepaart mit Animationen und tollen Darstellern in
aufwändigen Kostümen, nehmen einen mit in die Welt der Harmonie, die letztendlich
keine wird. Das alles mit einem perfekt gemischten Sound und einer eindrucksvollen
Effektgeräuschkulisse. Alice von Gwinner hat bewiesen, dass man auch mit jungen
Jahren eine beeindruckende Produktion stemmen kann, die den Zuschauer
mitreisst.“
Laudator: Thomas Blachetzki
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„Vollblutchoreograph und Halbweltdame“
von Robert Becker (Dreieich-Götzenhain)
Begründung:
„Gut strukturierte, präzise Originaltöne, sparsam erklärender Sprechertext,
reportagige Kamera, die immer nah am Geschehen ist, perfekte Schnitte und viele
Stunden Drehzeit: Das sind die Zutaten dieses Making-of der Produktion von
"Professor Unrat". Und offensichtlich hat es der Autor auch geschafft, das Vertrauen
der Beteiligten zu erlangen, die sich von seiner Kamera nicht aus dem Takt bringen
ließen und ihm mit bemerkenswerter Offenheit begegnet sind. So schuf er eine halbe
Stunde Ballettfilm, die auch für Ballettbanausen spannend und informativ ist.“

Laudator: Christian Beisenherz

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Der diesjährige BDFA-Ehrenfilmpreis ging an
Jürgen Baquet aus Blieskastel-Niederwürzbach
für sein über vier Jahrzehnte langes Engagement im Filmer-Dachverband,
insbesondere als Landesverbandsvorsitzender des BDFA Saarland und Ausrichter
des Bundesfilmfestivals Naturfilm.
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Weitermeldungen zur UNICA (Weltmeisterschaft) 2015 in St. Petersburg (Russland)

„Geheimnisvolle Pegnitzauen“
Naturfilm von Georg Bock (Pegnitz)
„Watched“
Trickfilm von Richard Forstmann (Dresden)
„Leben mit Shiva“
Reisefilm von Michael Preis (Dortmund)
„Fenster zur Unterwelt“
Naturfilm von Simone Thernes (Wulfsen)
„Kleine, leichte Seele“
Trickfilm von Josephine Hock (Arnstadt)

UNICA WORLD-MINUTE-MOVIE-CUP (in St. Petersburg, Russland)
„Kopfkino“
Fantex von Frank Lauter (Schwäbisch Hall)
„Ein schöner Abend“
Spielfilm von Frank Melchert (Brackenheim)
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Die Medaille des Weltverbands UNICA für besondere Leistungen
über die Ländergrenzen hinaus wurde an
Dr. Frank Dietrich
aus Senftenberg verliehen.


Mit dem BDFA Special-Award wurde der Film
„ Shit-Storm“
von Marcus Siebler, Gerolsbach
ausgezeichnet

DAFF-FANTEX-Preis 2015 (gestiftet von Horst Orlich/Holzkirchen)
„Fabulaphrenie“
von Wencke Donath und Sascha Piarerva (Rostock)


DAFF-PUBLIKUMSPREIS (Sieger der Publikumswertung)
1. „?Unterschiede? Boys vs. Girls“ von Egid Spies und Team (Rieden)
2. „Leben mit Shiva“ von Michael Preis (Dortmund)
3. „Mit Raketa zum Karabatkak“ von Erich Heucke (Grafing)
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Jahresmotto 2014/2015: Bester Videoclip
„Morgenrot“
von Manfred Hausmann (Erfurt)
Das Jahresmotto 2015/16 ist der Report.
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