Forschung zum Frühstück

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Präsentierten frische Forschungsthemen zum Frühstück (v. l.): FH-Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Dr. Joachim Maas, Vorsitzender der Fördergesellschaft der FH Dortmund, Prof. Oliver Langbein, Prof. Dr. Udo Gieseler, Forschungspreisträger 2012, und Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer. (Foto: FH)

Dortmund. Früh morgens, aber dennoch frisch präsentierte die Fachhochschule Dortmund am Mittwoch, 10. April´; bei ihrem Forschungsfrühstück zwei forschende Lehrende und ihre Themen.


Der Forschungspreisträger des Jahres 2012, Prof. Dr. Udo D. J. Gieseler stellte seine preiswürdige Konzeption eines energieautarken Produktionswerkes für Getränkedosen vor. Und Prof. Oliver Langbein berichtete aus dem NExSUD - Network for Experimental Scenographic Urban Development. Beim anschließenden Frühstück im Dortmunder Rathaus nutzten die Gäste die Gelegenheit, diese und andere Themen in persönlichen Gesprächen zu vertiefen.


Wie viel Energie brauchen wir wirklich?

Prof. Dr. Udo D. J. Gieseler, Forschungspreisträger 2012, stellte Energieeffizienz und regenerative Energien in der Produktion vor. Wie viel Energie brauchen wir wirklich? Diese Frage steht am Anfang des Weges zur autarken Energieversorgung mit regenerativen Energien. Nur durch Ausschöpfung des Potenzials zur Energieeinsparung wird eine Deckung des Restenergiebedarfs durch regenerative Energiesysteme möglich sein. Der Vortrag beantwortet die Frage nach dem Mindestbedarf an Energie am Beispiel zweier Werke zur Produktion von Getränkedosen, ohne Abstriche bei der Produktivität und Produktqualität. Auf Basis des reduzierten Bedarfs wird aufgezeigt, welche Flächen und Systeme zur regenerativen Energieversorgung notwendig sind, um diese Produktionswerke autark zu versorgen.

Und wie motiviert man Bürger zum Mitmachen?

Einen Vortrag hilet auch Prof. Oliver Langbein vom Network for Experimental Scenographic Urban Development. Wie motiviert man Bürger zur Partizipation an der Stadtentwicklung? Was nutzt eine Bürgerbeteiligung, die offenbar nur die üblichen Verdächtigen oder die direkt Bedrohten erreicht; wenn uninspirierte Langeweile und Innovationsmangel die Planungen bestimmen oder am Ende sogar mit Wasserwerfern gegen Wutbürger ausgerückt wird? Durch Irritation, Provokation und auch humorige Interventionen im Stadtraum können Bürger spielerisch motiviert werden, sich mit ihrem Quartier und ihrer eigenen Rolle darin auseinanderzusetzen. Mindestens geben sie in informellen Gesprächen ihr Expertenwissen preis. Im besten Falle gelingt es, Impulse für Aneignung und Übernahme von Teilverantwortungen zu geben. Das Netzwerk untersucht die Potenziale temporärer Stadtrauminszenierungen für die nachhaltige Stadtentwicklung.
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